Mindestens vierundzwanzig Menschen, darunter drei Kinder, starben bei den russischen Angriffen auf Kiew, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete. Die Todeszahlen wurden nach einer Nacht intensiver Such- und Rettungsoperationen aktualisiert. Selenskyj erklärte, die russischen Streitkräfte hätten einen ganzen Gebäudeteil mit ihrer Rakete zerstört. Das ukrainische Außenministerium bezeichnete den Angriff als eine der tödlichsten Attacken auf Kiew seit Beginn des umfassenden Krieges Russlands.
Der Präsident betonte, dass eine solche Aggression niemals normalisiert werden könne. Er forderte Druck, da Russland Leben absichtlich zerstörte und versuchte, ungestraft zu bleiben. Selenskyj argumentierte, dass die Ukraine verteidigte, was Europa und die Welt schützte, damit solche Angriffe, bei denen Kinder getötet wurden, nicht weiter ausbreiteten.
Parallel dazu tauschten Russland und die Ukraine Berichten zufolge 205 Kriegsgefangene aus, was Selenskyj als ersten Teil eines umfassenderen Austauschs von tausend zu tausend bezeichnete.
In anderen Nachrichten wurden in Finnland und Lettland Warnungen vor möglichen Drohnen-Überflogen ausgegeben. Beide Länder erhöhten die Luftverteidigung, als frühe Signale von potenziellen Invasionsversuchen in ihr Territorium auftauchten. Obwohl keine tatsächlichen Invasionsversuche gemeldet wurden, betonte der finnische Premierminister Petteri Orpo, dass selbst die bloße Aussicht auf einen ukrainischen Drohnenflug in Finnland inakzeptabel sei. Der Präsident Alexander Stubb versicherte, dass keine direkte militärische Bedrohung für Finnland bestand und die Behörden ihre Reaktionsfähigkeit demonstrierten. Die Risiken der unerwünschten Überflogge blieben jedoch bestehen, solange Russland seine Aggression gegen die Ukraine fortsetzte.