Die Qualen der Hinterbliebenen von den Anschlägen vom 11. September 2001 dauerten noch immer an. Ein Viertel Jahrhundert später begann die Verhandlung gegen den mutmaßlichen Organisator der Ereignisse nicht. Familien der Opfer fürchteten, dass die Zeit für die Durchsetzung der Gerechtigkeit verging. Die US-Regierung bezeichnete die Tat als den „einjigsten kriminellen Akt auf amerikanischem Boden in der modernen Geschichte“, doch die langwierigen Verfahren zeigten, dass die Wahrheit noch nicht vollständig enthüllt wurde.
Der Prozess gegen Khalid Sheikh Mohammed, den als Hauptverantwortlicher der Anschläge galt, zog sich über Jahrzehnte hin. Resta, ein Angehöriger von Opfern, berichtete von den mühsamen und zähen Vorverfahren auf Guantanamo Bay. Er beschrieb den Prozess als „mühsam und eintönig“. Mohammed befand sich dort seit zwanzig Jahren unter Haft, ohne jemals verurteilt zu werden. Die Verfahren wurden von fünf verschiedenen Militärrichtern geleitet, was die Verzögerung weiter zementierte.
Ein zentrales Problem betraf die Beweismittel. Die Verurteilungen von Mohammed wurden nach der Festnahme aus den Geheimgefängnissen der CIA durch ein Urteil des Militärrichters verworfen. Der Richter erklärte die Geständnisse, die Mohammed gegenüber den FBI-Mitarbeitern ablegte, für ungültig. Er beschrieb die Behandlung durch die CIA als „außergewöhnliche körperliche und geistige Misshandlung“. Experten sahen in der Folter die Hauptursache für die langen Verzögerungen im Fall.
Angehörige der Opfer betonten, dass die Folter das Recht auf Gerechtigkeit blockierte. Sie argumentierten, dass die rechtlichen Implikationen wesentlich einfacher gewesen wären, wenn die Verbrechen nicht durch diese Methoden begangen worden wären. Sie beklagten die mangelnde Transparenz und den Mangel an einer fairen Verhandlung. Einige Angehörige kritisierten zudem die Einigung über ein Strafmaß, die den Verurteilungsprozess umging.
Während einige Angehörige die Einigung als den einzigen Weg zur Verurteilung sahen, kritisierten andere diese als zu mild und intransparent. Andere, wie Brett Eagleson, forderten eine vollständige Verhandlung, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie empfanden die Situation auf Guantanamo als ein „Durcheinander“ und äußerten ein Gefühl des Verrats seitens der US-Regierung.
Mit dem Verstreichen der Zeit begann die öffentliche Wahrnehmung der Ereignisse, sich zu verändern. Während die Angehörigen der Opfer auf eine baldige Beendigung der Verhandlungen warteten, sah die breitere Öffentlichkeit die Anschläge zunehmend als ein historisches Ereignis. Die Hoffnung bestand darauf, dass die Verhandlung, die voraussichtlich noch ein Jahr dauern würde, endlich zu einem Abschluss kam und die Opfer endlich Ruhe fanden.