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Politik

Abbott übernahm die Führung der Liberale: Aufruf zu einem Volkserstand

Der ehemalige Premierminister erklärte die Partei sei unter neuer Leitung und versprach Unterstützung für einen Widerstand gegen die Laborregierung.

Tony Abbott wurde am Freitag auf der Versammlung des Liberalen Bundesrates in Melbourne zum Präsidenten der Partei gewählt. Er verkündete, dass die Liberale Partei unter neuer Führung stehe und versprach, Angus Taylor bei einem „Volkserstand“ gegen die Laborregierung zu unterstützen. Diese Wahl markierte eine Rückkehr von Abbott in die aktive politische Arbeit sieben Jahre nach seinem Verlust seines Sitzes im Parlaments.

Abbott erklärte nach seiner Wahl, er habe eine Pflicht, der Partei in dieser existenziellen Krise zu dienen. Er betonte, dass die Rolle des Bundespräsidenten eine unbezahlte Funktion sei, welche die Verwaltung und die Kampagnenstruktur der Partei überwachte. Seine hohe öffentliche Präsenz und seine harten Positionen erzeugten jedoch Aufmerksamkeit und sorgten bei Moderaten für Befürchtungen einer weiteren Verschiebung nach rechts.

In seiner Rede vor dem Bundesrat äußerte der ehemalige Abgeordneter, dass Australien „zurückdriftete“ und von einer „artigen spirituellen Verfassungslage“ heimgesucht wurde. Er äußerte die Ansicht, dass die Albanese-Regierung unfähig sei, die nationalen Probleme zu lösen, bedingt durch ihre Verbindungen zu Gewerkschaften, ihre „Besessenheit“ um die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und eine „Ambivalenz“ bezüglich des Landes selbst.

Abbott warnte die Liberale Partei davor, ihre Basis in der Basis zu festigen, welche er auf etwa 50.000 Mitglieder schätzte. Er bezeichnete die Liberale Partei als „Patriotische Partei“ und forderte sie auf, zu einer „absolut unbesiegbaren“ politischen Kraft zu werden. Er forderte die Partei auf, gemeinsam einen „Volkserstand“ zu leiten, um die schlimmste Regierung der jüngeren Geschichte zu beenden.

Labor-Minister sprachen Abbott’s Rückkehr in die Politik ironisch aufs Korn. Chris Bowen, zuständig für Klima und Energie, bemerkte, dass Tony Abbott seit zwanzig Jahren „komplett aus dem Blickfeld der Mainstream-Australier“ gewesen sei. Murray Watt, Umweltminister, sah in Abbott’s Rückkehr das jüngste Zeichen dafür, dass die Liberale Partei mit den Mainstream-Australiern nicht im Einklang stand. Er argumentierte, dass die Partei stattdessen „One Nation“ verfolgte und weiter nach rechts driftete, anstatt den Mehrheitsmeinungen der Bevölkerung zu folgen.

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