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Kultur

Jazz-Legende Abdullah Ibrahim verstarb im Alter von 91 Jahren

Der Komponist prägte den Sound des südafrikanischen Jazz und kämpfte musikalisch gegen die Apartheid

Der südafrikanische Jazz-Legende Abdullah Ibrahim verstarb im Alter von neunundneunzig Jahren. Er verstarb nach einer kurzen Krankheit in Deutschland, umgeben von seiner Familie. Seine Familie betonte, dass er friedlich verstarb und sein tiefes Gefühl für Südafrika und sein Volk in seinem Herzen trug.

Ibrahim, geboren als Adolph Johannes Brand im Jahr 1934, begann seine musikalische Laufbahn früh. Er begann bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Komponieren am Klavier. Seine Karriere erstreckte sich über acht Jahrzehnte und umfasste zahlreiche Aufnahmen. Seine Werke prägten nicht nur den Jazz, sondern reflektierten auch den politischen Kampf Südafrikas gegen die Apartheid.

Ein zentrales Werk Ibrahim war der Track „Mannenberg“ aus dem Jahr 1974. Dieses Stück wurde zu einem wichtigen Lied gegen die weiße Minderheitsherrschaft und das System der legalisierten Rassentrennung. Die Musik des Komponisten wurde von der Apartheid-Regierung als Gegenkultur betrachtet und wurde daher stark unterdrückt. Dies führte zur Auflösung seiner Band und zu seiner Emigration in die Schweiz.

Im Laufe seiner Karriere traf Ibrahim auf den amerikanischen Jazz-Legenden Duke Ellington. Ellington nahm ihn in die Vereinigten Staaten mit und Ibrahim entwickelte seinen unverwechselbaren Stil. Seine Musik vermischte die Gesangstraditionen und harmonischen Traditionen seines Landes mit dem rhythmischen Gefühl und der Improvisation des Jazz. Er verlor seine Heimat nicht aus den Augen und unternahm häufig Reisen in das Land, um dort zu spielen und aufzunehmen.

Obwohl er außerhalb Südafrikas lebte, vergaß Ibrahim seine Wurzeln nicht. Seine letzte öffentliche Darbietung fand vor Kurzem beim Cape Town International Jazz Festival statt, wo er das Publikum mit seiner künstlerischen Vision und seiner musikalischen Tiefe fesselte. Seine Partnerin Dr. Marina Umari betonte, dass seine Liebe zu seinem Land unerschütterlich blieb, egal wo er sich befand.

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