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Umwelt

Abfallverbrennung scheiterte: 'Ewigkeitschemikalien' gefährdet Gesundheit

Experten warnen vor toxischen Emissionen und Umweltungerechtigkeit in den USA

Die Verbrennungsanlagen für Müll in den Vereinigten Staaten versagten bei der Eliminierung von PFAS, den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“. Experten und Umweltverbände warnten, dass diese Anlagen Menschen in einkommensschwachen Stadtvierteln einem erheblichen Gesundheitsrisiko aussetzten.

Die mächtige Abfallwirtschaftsindustrie propagierte die Verbrennung als Lösung für diese nahezu unzerstörbaren Chemikalien. Ein neuer Branchenverbandbericht behauptete, die Verbrennungsanlagen in Minnesota reduzierten die Emissionen dieser Stoffe um 99,6 Prozent. Diese Behauptungen stießen jedoch auf scharfe Kritik. Organisationen wie die Zero Burn Coalition und unabhängige Experten stellten die Daten als fehlerhaft und die Schlussfolgerungen als irreführend dar.

Befürworter argumentierten, dass die Anlagen die umliegenden Wohngebiete mit PFAS und einer Mischung anderer gefährlicher Schadstoffe vergifteten, die bei der Müllverbrennung freigesetzt wurden. Nazir Khan, Geschäftsführer des Minnesota Environmental Justice Table, betonte, dass dieser Abfall das Problem der Armen und Marginalisierten in ihren Körpern darstellte.

PFAS sind eine Klasse von über 16.000 Verbindungen, die häufig zur Herstellung wasser-, flecken- und fettbeständiger Produkte dienten. Sie verbanden sich mit zahlreichen schweren Gesundheitsproblemen, darunter Krebs, Geburtsfehler und Nierenerkrankungen. Da diese Stoffe nicht in der Umwelt zerfielen, wurden sie als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.

Die Verbrennung setzte diese Chemikalien in die Luft frei. Die Stoffe waren so konstruiert, dass sie Hitze widerstanden und auf industrieller Ebene kaum zerstört werden konnten. Michael Youhana, ein Anwalt der Organisation Earthjustice, erklärte, er wisse von keiner kommerziellen Verbrennungsanlage, die dieses Problem löste.

Die wissenschaftliche Analyse zeigte, dass die Exposition gegenüber den Chemikalien über die Luft ein größeres Risiko darstellte, als zuvor angenommen. Die Behörden begannen erst langsam, Gesundheitsstandards festzulegen. Kritiker bemängelten zudem, dass die Berichte mangelnde Daten enthielten und nicht adäquate Tests durchführten. Die Berichte untersuchten nur etwa 50 der 16.000 existierenden PFAS-Verbindungen, während hunderte kommerziell genutzt wurden.

Die Umweltbehörde stellte die Nutzung der Verbrennung für PFAS in Frage, da die verfügbaren Daten unzureichend waren und die Zuverlässigkeit dieser Technologie zur Kontrolle der Freisetzung gering war. Zudem bemängelten Kritiker, dass die vorgeschlagenen Gesundheitsstandards für die Inhalation weit unter den Grenzen der Umweltbehörde lagen. Die Emissionen in der Luft überschritten die Grenzwerte um bis zu siebzehnfache. Die Verbrennung ignorierte zudem das Risiko der gleichzeitigen Exposition gegenüber mehreren PFAS und anderen Schadstoffen.

Die Berichte lieferten somit ein klares Beispiel für Umweltungerechtigkeit. Die lokalen Regierungen und die Staaten hatten keine Verpflichtung zur Behebung des Problems oder zur Stilllegung der Anlagen. Die Berichte dienten als Grundlage für den fortlaufenden Kampf der Aktivisten gegen Täuschung und die Irreführung öffentlicher und gewählter Amtsträger.

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