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Kultur

Ägyptische Königskette gestohlen: Diamantenjuwel in Wien entwendet

Polizei jagte Verdächtige bei spektakulärem Raub in einem Kunstmuseum

Eine ägyptische Königskette, die mit 673 Diamanten besetzt war, wurde in Wien gestohlen. Das Juwel, das einem Museum geliehen war und einst der ägyptischen königlichen Familie gehörte, verschwand bei einem Überfall im Museum für angewandte Kunst (MAK). Die österreichische Polizei jagte zwei Männer, die angeblich das wertvolle Objekt entwendet hatten.

Die Behörden veröffentlichten Bilder der Verdächtigen, die durch Sicherheitskameras während des Raubes festgehalten wurden. Die Täter kauften Tickets für die Ausstellung und zerstörten während der Öffnungszeiten am Donnerstagnachmittag eine Glasvitrine mit einem Hammer und entzogen sich mit der Diamantkette. Die Polizei erklärte in einer Aufforderung an die Öffentlichkeit, dass die Täter das Schmuckstück in eine unbekannte Richtung entführten.

Beamte suchten anschließend durch das Stadtzentrum und setzten einen Polizeihund ein, um die Verdächtigen zu suchen. Ermittler vermuteten, dass die Männer möglicherweise eine „Auftragsarbeit“ für eine kriminelle Bande verrichteten. Das MAK teilte mit, dass das Stück aus einer Schmuckausstellung entwendet worden war, die seit Juni gezeigt wurde und über 300 Werke der französischen Designer Van Cleef & Arpels präsentierte. Es wurde niemand verletzt, obwohl mehrere Zeugen im Raum waren.

Die Dokumentation der Ausstellung bezeugte, dass die Kette einst der Königinshoffnung Nazli aus Ägypten gehörte. Sie trug das Juwel bei der Hochzeit ihrer Tochter Fawzia mit dem damaligen Kronprinz Mohammad Reza Pahlavi, der später Shah wurde. Das Schmuckstück wurde 2015 von Sotheby’s in New York für 4,3 Millionen Dollar verkauft.

Die jüngsten Raubzüge in europäischen Museen zeigten eine zunehmende Gewaltbereitschaft. Seit dem Diebstahl der Kronjuwelen im Louvre in Paris im Oktober des Vorjahres hatten Diebe innerhalb weniger Minuten wertvolle Objekte entwendet. In Spanien raubten Diebe die Schatzkammer von Villena, eine Sammlung von Bronzezeit-Goldartefakten. Zudem wurden in Messina vier der wichtigsten Werke des 15. Jahrhunderts von Antonello da Messina gestohlen. Europol berichtete, dass Raubzüge in europäischen Museen zunehmend gewalttätiger wurden. Die Diebe bedrohten Personal, verwendeten Hämmer, Äxte und sogar Sprengstoffe, um sich das Ziel zu erobern.

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