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Sport

Afghanische Frauenfußballerinnen vereinen sich fern der Heimat

Nach jahrelangen Verboten spielten die Spielerinnen in Neuseeland zusammen

Die afghanische Frauenfußballmannschaft wurde vom Spiel im eigenen Land ausgeschlossen. Die Spielerinnen vereinten sich jedoch 8.000 Meilen entfernt, um ein Trainingslager in Neuseeland zu absolvieren und zwei Freundschaftsspiele gegen die Cookinseln zu spielen. Diese Zusammenkunft markierte den ersten offiziellen Spieltermin seit der Entscheidung der FIFA im April, die den Frauen die Möglichkeit gab, in Zukunft in offiziellen Wettkämpfen für ihr Land zu antreten.

Zuvor benötigten die Spielerinnen die Genehmigung der Afghanistan Football Federation. Unter der Herrschaft der Taliban, die im August 2021 an die Macht kamen, war dies unmöglich. Die Taliban verhängten weitreichende Beschränkungen für Frauen und Mädchen, welche sie vom Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten sowie von den meisten Berufen und organisierten Sport ausschlossen. Die nationale Frauenmannschaft, die 2007 gegründet worden war, konnte nicht mehr spielen, und ihre Mitglieder wurden unter anderem in Länder wie Australien, das Vereinigte Königreich und Portugal evakuiert und resettelt.

Jahrelange Kampagnen führten zur Gründung von Afghan Women United als Flüchtlingsmannschaft. Durch die Entscheidung der FIFA konnten die Spielerinnen nun versuchen, sich für internationale Wettbewerbe wie die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Die Zusammenkunft in Neuseeland war für die Asylsuchenden, die über fünf Jahre hinweg Schwierigkeiten hatten, die notwendigen Reisedokumente für das gemeinsame Training zu organisieren, eine große Erleichterung.

Die persönliche Geschichte vieler Spielerinnen verdeutlichte die Bedeutung des Sports als Überlebensgrundlage. Eine Spielerin erzählte, dass sie ohne Fußball in Afghanistan geblieben wäre, einer von Millionen Mädchen, die nicht studieren, ihre Meinung äußern oder ihre eigene Zukunft wählen durften. Sie berichtete, dass sie oft verurteilt und belästigt wurde und dass sie Angst vor der Reaktion ihrer Familie hatte, als sie ihre Erfolge zeigte.

Der Sport bot ihnen eine Flucht und eine Chance. Durch die Anerkennung durch die FIFA erlangte die Mannschaft einen offiziellen Status, was für die Spielerinnen ein wichtiger Meilenstein war. Die Spiele in Neuseeland zeigten, dass trotz Exil und Trennung von ihren Familien die afghanischen Frauenfußballerinnen ihre Entschlossenheit bewahrten und bewiesen, dass sie nicht verschwinden konnten.

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