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Afghanischer Staatsbürger verhaftet im Zusammenhang mit Tod einer schottischen Frau in Athen

Polizei eröffnete Strafverfahren wegen Tötung und Raub

Die griechischen Behörden verhafteten einen afghanischen Staatsbürger im Zusammenhang mit dem Tod einer schottischen Frau. Der Leichnam von Elisabeth-Jane Ross, einer Wohltätigkeitsarbeiterin, fand man in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude im zentralen Athen. Ross, 38 Jahre alt, wurde als „Engel voller Unschuld und Güte“ beschrieben. Sie befand sich in Griechenland für fast drei Wochen, bevor ihr Tod angenommen wurde.

Quellen der Polizei berichteten, dass der Verdächtige 26 Jahre alt war und sich der Tat schuldig gestand. Er wurde am Donnerstag von der griechischen Homicide-Abteilung zur Vernehmung geladen, zwei Tage nachdem der Leichnam öffentlich identifiziert worden war. Die Polizei eröffnete gegen den 26-jährigen Ausländer eine Strafakte wegen vorsätzlicher Tötung, Raub und Verstoß gegen das Waffenrecht.

Die Anschuldigung der illegalen Waffenbesitz führte zu der Entdeckung verschiedener Waffen, sowohl echte als auch gefälschte, in der Wohnung des Verdächtigen. Diese Wohnung befand sich mutmaßlich im Stadtteil Kypseli, wo der Leichnam gefunden wurde. Die Ermittler stellten fest, dass die mutmaßliche Nutzung von Kreditkarten, die der Ross gehörten, zur Identifizierung des Verdächtigen beitrug. Ein Zeuge berichtete, dass der Verdächtige mit diesen Karten an verschiedenen Geldautomaten Geld abhob. Diese Vorgänge spielten eine wesentliche Rolle bei der Verfolgung.

Die Ermittlungen verliefen zunächst zäh, da keine Fingerabdrücke oder DNA auf den Koffer gefunden wurden. Hinzu kam die Entdeckung, dass das Mobiltelefon der Frau bis zum Zeitpunkt der öffentlichen Identifizierung des Leichnams benutzt worden war. Textnachrichten, die an ihren Vater und andere Familienmitglieder gesendet wurden, beschrieben ihre „Notwendigkeit, allein zu sein“. Die unregelmäßigen Bewegungen der Frau vor ihrem Tod erschwerten die Suche nach dem Täter zusätzlich.

Die Polizei stellte fest, dass der Verdächtige die Schlüssel zur Mietwohnung besaß und der „Partner“ eines Freundes der Britin war. Die Ermittlungsbehörden gaben bekannt, dass sie die Verhaftung nach der Sammlung von Beweismitteln vollzogen. Die Analyse von Videomaterial spielte eine entscheidende Rolle bei der Feststellung der Verwicklung des Ausländers in den Vorfall. Es blieb unklar, wie Elisabeth-Jane Ross gestorben war. Eine erste Untersuchung des Leichnams zeigte keine offensichtlichen Verletzungen, doch die Zersetzung machte eine definitive Aussage unmöglich. Die Behörden beschleunigten nun toxikologische Tests und Analysen der inneren Organe, um die Todesursache festzustellen.

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