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Afrikanische Fischer verdachten chinesische Schlepper für Ernteausfälle

Illegaler Fischfang gefährdete die Ernährungssicherheit Westafrikas

Afrikanische Fischer beklagten erhebliche Rückgänge ihrer Fangquoten und warfen chinesischen Schleppern die Schuld an den Problemen ihrer traditionellen Fischerei. Auf der Sherbo Island in Sierra Leone berichteten die Dorfbewohner, dass die Erträge in den letzten Jahren stark zurückgegangen seien. Sie veranlassten die Anschuldigungen gegen große, ausländische Fischschiffe, die die Küstengewässer unrechtmäßig betraten.

Eine Frau, Marie Pierre, erklärte, dass internationale Schlepper in immer größerer Zahl in die Küstengewässer eindrangen, obwohl eine offizielle Sperrzone existierte, um sie fernzuhalten. Fischer Musa Gassimo erhob sogar schwerwiegendere Vorwürfe: Er behauptete, dass die Schlepper nachts die Leinen absichtlich durchschnitten. Er verweist auf die Kosten, die die Reparatur der beschädigten Netze für die Fischer betrugen, und betonte, dass diese illegalen Aktivitäten die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung bedrohten.

Schätzungen zufolge konnte 40 Prozent des illegalen Fangs weltweit auf die Gewässer Westafrikas zurückgeführt werden. Diese illegale Fischerei verursachte den westafrikanischen Nationen zusammen zehn Milliarden Dollar an verlorenen Einnahmen und gefährdete die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen. Thomas Turay, Präsident der Fischergenossenschaft Sierra Leones, betonte, dass die illegale Fischerei zu viel sei und die Meere dem Volk gehörten. Er kritisierte die mangelnde Reaktion der Behörden und die Angst der staatlichen Stellen, den lokalen Fischern zu helfen.

Die Regierung des Ministeriums für Fischerei bestritt die Anschuldigungen vehement und erklärte, dass Maßnahmen zur Reduzierung der illegalen Fischerei ergriffen worden seien. Es wurde darauf hingewiesen, dass alle internationalen Schiffe nun Transponder tragen mussten, welche ihre Bewegungen verfolgten, und dass staatliche Inspektoren routinemäßig Kontrollen durchführten. Dennoch konnte die Regierung keine konkreten Beispiele für die Anwendung von Strafen gegen Verstöße gegen die sieben Meilen-Sperrzone in den letzten zehn Jahren vorlegen.

Der CEO der Umweltrechtsgruppe Environmental Justice Foundation (EJF), Steve Trent, äußerte sich kritisch zur Haltung Chinas. Er argumentierte, dass die chinesische Regierung eine Strategie verfolgte, die nicht glaubwürdig sei. Trent stellte fest, dass China durch Subventionen und mangelnde Kontrolle die Flotte begünstigte. Er forderte eine bessere Verfolgung kommerzieller Schiffe und erhöhten internationalen Druck auf Peking. Er betonte zudem, dass Konsumenten die Wahl hätten, Produkte zu wählen, die nicht illegal oder nicht nachhaltig gefangen wurden.

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