Ein Jahr verging seit dem Absturz des Boeing 787 Dreamliner, der eine medizinische Hochschule traf. Die Katastrophe forderte 241 Todesopfer an Bord, darunter 169 indische Staatsbürger und 52 Briten. Die Familie der Opfer suchte seitdem nach Antworten und Gerechtigkeit, doch die Ermittlungen lieferten nach einem Jahr noch keine abschließenden Schlussfolgerungen. Die Angehörigen berichteten von anhaltenden Schwierigkeiten, Klarheit über die Ereignisse zu erlangen, was die emotionale Belastung weiter erhöhte.
Die familiären Verluste waren tiefgreifend. Sagar Patels Mutter, Hasumatiben Patel, verlor das Zentrum der Familie. Nach dem Verlust seines Vaters war sie für ihn ein wichtiger Halt. Die Trauer manifestierte sich in der Unfähigkeit, den Verlust zu verarbeiten. Die Familie suchte nach Unterstützung, doch die fehlende Reaktion der Behörden und der Airline Air India verstärkte das Gefühl der Isolation.
Auch andere Opfer erlebten erhebliche Belastungen. Shweta Parihar, deren Ehemann im Absturz starb, musste sich mit der Situation ihres Sohnes auseinandersetzen. Sie berichtete von der Notwendigkeit, die Wahrheit zunächst vor ihrem Sohn zu verbergen, da die Behörden noch mit der Identifizierung der Opfer durch DNA-Tests beschäftigt waren. Der Schock über den Verlust ihres Vaters führte zu schwerwiegenden psychischen Problemen bei ihrem elfjährigen Sohn.
Die Angehörigen kritisierten die mangelnde Unterstützung von indischen und britischen Regierungen sowie von Air India und der Tata Group, die das Flugunternehmen besaß. Sie baten um praktische Hilfe zur Wiederherstellung ihres Lebens, darunter Unterstützung bei der Jobsuche und bei der Sicherung von Aufenthaltsgenehmigungen. Die hohen Kosten für notwendige Aktivitäten stellten eine erhebliche finanzielle Hürde dar.
Sagar Patel und andere Angehörige forderten kontinuierlich Informationen von den Ermittlern. Sie betonten, dass sie keine abschließende Antwort akzeptierten und dass sie Gerechtigkeit verlangten. Die fehlende Kommunikation und die anhaltende Ungewissheit über die Ursachen des Unfalls machten es für viele Familien unmöglich, den Schmerz zu überwinden. Der Wunsch nach Aufklärung blieb ein zentrales Anliegen der Betroffenen.