Airbus musste sechzehn A380-Flugzeuge wegen Rissen in wichtigen Tragflächenkomponenten inspizieren. Die Entdeckung dieser Mängel führte zu dringenden Anweisungen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), welche den Fluggesellschaften die Überprüfung der Flügelstrebenstruktur verlangte. Die Risse traten in einem tragenden Bauteil auf, welches einen wesentlichen Teil der aerodynamischen Last während des Fluges aufnahm.
Die Inspektionen betrafen insgesamt sechzehn Flugzeuge, davon fünf mussten unverzüglich untersucht werden. Diese fünf Flugzeuge wurden von Emirates betrieben und unterlagen der Überprüfung ab Mittwoch. Die Mängel wurden während routinemäßiger Wartungsprüfungen von Inspektoren festgestellt.
Die EASA erließ eine Richtlinie im Dezember 2025, in der die Fluggesellschaften dazu aufforderte, die Flügelstrebenstruktur der betroffenen Flugzeuge zu untersuchen. Diese Struktur war entscheidend für die strukturelle Integrität der Tragfläche. Airbus erklärte, dass Risse entdeckt wurden, die die strukturelle Integrität der Flügel reduzieren konnten.
Die A380-Flotte umfasste mehrere große Fluggesellschaften wie Emirates, Singapore Airlines, British Airways und Qantas. Emirates betrieb die größte A380-Flotte weltweit und flog über die Hälfte aller aktiven Superjumbos. Nur ein Flugzeug von Qantas erforderte zusätzliche Inspektionen, da dieses bereits in Wartung befand.
Airbus erörterte mit der EASA, ob Reparaturen notwendig blieben. Die elf weiteren Flugzeuge konnten später inspiziert werden, jedoch nicht vor ihrem dreizehnten Flugzyklus. Die EASA hatte bereits 2012 Inspektionen angeordnet, nachdem Risse in den Klammern, welche die Flügelhaut mit den inneren Rippen verbanden, gefunden worden waren. Diese Vorfälle führten zu einem kostspieligen Reparaturprogramm, welches Airbus durch Designänderungen bei späteren Flugzeugen behob.