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Politik

Aktivist beendete Hungerstreik nach 26 Tagen

Forderungen nach Bildungsreformen führten zu einem öffentlichen Konflikt in Indien

Der indische Aktivist Sonam Wangchuk beendete seinen Hungerstreik nach sechsundzwanzig Tagen. Er führte den Streik zur Unterstützung junger Demonstranten durch, welche die Einführung von Bildungsreformen forderten. Wangchuk erklärte dies in einem Beitrag auf der Plattform X, nachdem er lange Verhandlungen geführt hatte und um mögliche Gewalt im Land abzuwenden. Er erklärte, dass er den Streik beendete, um eine Eskalation zu verhindern.

Wangchuk, der 59 Jahre alt war, hatte den Streik zur Unterstützung der Cockroach Janta Party (CJP) begonnen. Diese Partei forderte zudem den Rücktritt des indischen Bildungsministers Dharmendra Pradhan. Der Aktivist berichtete zuvor, dass er elf Kilogramm verloren hatte, blieb jedoch lebend. Er wurde am Samstag von einem Protestort in Delhi gewaltsam entfernt und ins Krankenhaus gebracht.

Die Massenproteste für Bildungsreformen fanden in der indischen Hauptstadt nicht auf. Eine brutale Polizeigewalt bei der Demonstration am Montag führte zu Verletzungen bei zahlreichen Demonstranten und Beamten. Die CJP etablierte sich als eine der sichtbarsten Jugendbewegungen Indiens. Sie stellte eine große öffentliche Kritik an der Regierung von Premierminister Narendra Modi dar, die seit 2014 regierte.

Die Demonstranten nannten sich „Cockroaches“ und forderten den Rücktritt des Ministers Pradhan. Sie verlangten, dass der Minister moralische Verantwortung für die Situation übernahm und sein Amt niederlegte. Die Bewegung entstand im Mai als satirische Online-Aktion gegen Fehler in wichtigen Prüfungen. Sie gewann dadurch eine enorme Reichweite in den sozialen Medien.

Der Gründer der CJP, Abhijeet Dipke, zeigte sich erleichtert über Wangchucks Entscheidung. Er betonte jedoch, dass der friedliche Protest der Partei bis zum Rücktritt des Bildungsministers Dharmendra Pradhan fortgesetzt würde.

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