FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

Alan Jones steht wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht

Zeugen und Medienrivalen stehen im Fokus der Anklage

Alan Jones, 85 Jahre alt, stand am Montag vor dem Sydneyer Gericht wegen angeblicher Vergewaltigung und sexueller Berührung. Die Anklage bezog sich auf Vorfälle mit einem Jugendlichen, der Jones als junger Mann kannte. Der Beschuldigte wies die Anschuldigungen entschieden zurück und behauptete, die Vorwürfe seien unbegründet oder verzerrt.

Der Beschwerdeführer gab am ersten Tag des Verfahrens Zeugenaussagen. Er berichtete, dass Jones den Jugendlichen über seinen Trainer kontaktierte und ihn mehrmals zu sich nach Hause einlud, während der junge Mann noch zur Schule ging. Der Beschwerdeführer erklärte dem Gericht, dass Jones ihm ein Mobiltelefon, ein Auto und bis zu 600 Dollar pro Woche schenkte.

Im Verlauf der Aussage berichtete der Beschwerdeführer von einem Treffen in Jones’ Wohnung. Während sie ein Abendessen aßen und Tennis sahen, soll Jones Kommentare über die Größe eines Athletenpenises gemacht haben. Der Beschwerdeführer erklärte, er habe diesen Kommentar als Signal genommen, um Jones’ Wohnung zu verlassen.

Daraufhin soll Jones den Beschwerdeführer um eine Umarmung gebeten und einen Kuss auf die Lippen gegeben haben. Der Beschwerdeführer erklärte dem Gericht, dass er keine Zustimmung erteilt hatte, und dass Jones nach dem Kuss sofort seinen „Geschäftsmodus“ annahm. Der Kuss dauerte nur eine halbe Sekunde.

Die Verteidigung argumentierte, dass die Beschwerdeführer durch Medienrivalen angefeuert worden seien. Es wurde behauptet, dass der Kolumnist Peter FitzSimons Jones intensiv verabscheute und Komplamente zur Anzeige von Vorfällen gegen Jones erregten. Diese Strategie diente dazu, die Glaubwürdigkeit der Zeugen in Frage zu stellen.

Die Anklage sah 22 Anklagepunkte vor, darunter zwanzig Vorwürfe der Vergewaltigung und zwei Vorwürfe sexueller Berührung. Das Verfahren wird voraussichtlich vier Monate dauern und siebenundsiebzig Zeugen anhören. Richter Glenn Walsh sollte die sechs Männer hören, die die Staatsanwaltschaft als signifikant jünger ansah, als sie von Jones zwischen 2003 und 2020 angeblich angegriffen worden seien.

GerichtsverfahrenAlanJonesStrafrecht

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp