FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Politik

Albanese verpasste Garma-Festival: Versprechen zur indigenen Kultur brachen

Premierminister Anthony Albanese trug seine jährliche Verpflichtung zur Teilnahme an der kulturellen Zusammenkunft nicht ein.

Premierminister Anthony Albanese nahm nicht an dem diesjährigen Garma-Festival teil. Diese Entscheidung brach ein Versprechen, das er vor zwölf Monaten gegeben hatte, jährlich zu dieser größten indigenen kulturellen Zusammenkunft in Arnhem Land zu reisen. Albanese hatte im Jahr des Vorjahres versprochen, solange er im Amt war, an der jährlichen Feier der Yolŋu-Kultur teilzunehmen.

Die Abwesenheit des Premierministers wurde durch andere Verpflichtungen begründet. Unter anderem nahmen die Außenministerin Penny Wong und die Ministerin für indigene Australier Malarndirri McCarthy an der Veranstaltung teil. McCarthy äußerte Bedauern über die Abwesenheit von Albanese für die Yolŋu-Vertreter und die Yothu Yindi Foundation, die das Fest organisierte. Sie zeigte sich jedoch erfreut über die Teilnahme von Wong und anderen Ministern.

Die Yothu Yindi Foundation erklärte in einer Stellungnahme, dass Albanese ein guter Freund des Festivals sei und seit 2019 an jedem Garma teilgenommen habe. Albanese nutzte die Veranstaltung 2022, um seinen bevorzugten Ansatz für ein Referendum über eine indigene Stimme im Parlament darzulegen. Dieses Vorhaben scheiterte bei der nationalen Abstimmung im Jahr 2023.

Im Vorjahr verkündete er zudem eine Agenda zur wirtschaftlichen Stärkung der Ureinwohner und kritisierte die „trockene Schlucht“ der Kulturkriege, die „uns nirgendwohin führen“. Garma ist eine jährliche Feier der indigenen Kultur und Tradition, welche Führungskräfte, Fürsprecher für Aboriginal und Torres Strait Islander sowie Künstler zusammenbrachte.

Professorin Megan Davis, Co-Vorsitzende des Uluru-Dialogs, äußerte sich zur geplanten Nichtteilnahme von Albanese. Sie betonte, dass der Besuch von Garma keine öffentliche Politik sei. Sie argumentierte, dass die Teilnahme an Garma nicht als objektive Messgröße für das politische Engagement eines Premierministers in Bezug auf indigene Politik dienen dürfe. Sie betonte, dass die Gemeinschaften an tatsächlichen Bundespolitiken und dem Scheitern bei der Schließung der Lücke interessiert seien.

AustralienIndigene RechtePolitik

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp