Der Premierminister Anthony Albanese präsentierte einen neuen Bauplan für künstliche Intelligenz, der die Schaffung rechtlicher Verpflichtungen für große Rechenzentren vorsah. Diese Verpflichtungen umfassten die Sicherstellung neuer Stromversorgung, die Übernahme des gesamten Anteils an der Netzanschlussgebühr sowie die Bilanzierung der Energie, die die Anlagen aus dem Netz entnahmen. Der Premierminister betonte, dass diese Pflichten auf allen Regierungsebenen und deren überlappenden Zuständigkeiten Anwendung fanden, während nationale Standards die Konsistenz gewährleisteten.
Experten kritisierten die bisherige Regulierung als fragmentiert. Professorin Deanna D’Alessandro, Direktorin des Net Zero Institute, erklärte, dass die Commonwealth-Regierung auf die souveräne digitale Kapazität, die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und die Dekarbonisierung fokussiert blieb. Gleichzeitig balancierten die Bundesstaaten wirtschaftliches Wachstum mit den Herausforderungen in den Bereichen Energie, Wasser und regionaler Entwicklung. Kommunale Gremien bekamen die unmittelbaren Auswirkungen auf Flächennutzung, Wohnraum und die Erwartungen der Gemeinschaft vor.
Die Debatte um die Koordination dieser Prioritäten blieb intensiv. Minister aus den Bereichen Energie und Klimaschutz mussten die neuen Standards vor ihrer Verabschiedung einigen. Queensland stellte jedoch den einzigen Widerstand gegen den Vorschlag dar. Der Klimarausschuss warnte davor, dass die Zurückhaltung Queensland zu einem „Rennen zum Boden“ bei der Expansion der Rechenzentren führen könnte. Die Leiterin des Ausschusses äußerte die Sorge, dass unkontrolliertes Wachstum zu steigenden Preisen und ungezügelter Umweltverschmutzung führen würde.
Die Organisation Data Centres Australia hatte zuvor gegen Vorschläge vorgegangen, dass Betreiber zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt werden sollten. Die Geschäftsführung erklärte, dass die zeitliche Abstimmung zwischen einem erneuerbaren Energieprojekt und einem Rechenzentrum schwierig sei. Dennoch stimmte die Organisation dem Ansatz des Premierministers weitgehend zu, wobei die Details in der Umsetzung entscheidend seien.
Die neuen Regelungen erzeugten bei den betroffenen Gemeinschaften Unsicherheit. Gruppen, die bereits mit Bauvorhaben konfrontiert waren, forderten ein Moratorium für neue Rechenzentren, bis ein stärkerer Schutzrahmen etabliert worden war. Sie argumentierten, dass keine neuen Genehmigungen erteilt werden durften, bevor ein regulatorischer Rahmen existierte. Die Grünen forderten eine ähnliche Maßnahme für Australien, da bereits über neunzig Rechenzentren in Planung waren, um ein „Frei-für-alle“ zu verhindern.