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Politik

Alkohol in Westminster: Ein toxisches Arbeitsumfeld

Untersuchung enthüllte tief verwurzelte Trinkkultur und gesundheitliche Risiken unter Abgeordneten

Ein Bericht enthüllte, dass das britische Parlament ein Ort sei, an dem die Trinkkultur tief in die Arbeitsweise eingebettet war. Abgeordnete erhielten kostenlose Getränke bereits am Mittag, obwohl Alkoholbezogene Skandale auftraten. Eine Umfrage unter 190 Abgeordneten und deren Mitarbeitern zeigte, dass die Trinkkultur in Westminster trotz wachsender Besorgnis und mehrerer Vorfälle bestand. Einige Abgeordnete hatten nach übermäßigem Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt.

Der Bericht betonte, dass Alkohol in die tägliche Arbeit integriert war. Dies resultierte aus der Einsamkeit der Abgeordneten, dem sozialen Austausch zur Kontaktaufnahme mit Ministerien sowie der Verfügbarkeit von Getränken bei Tag- und Abendveranstaltungen. Die Untersuchung zeigte, dass diese Umgebung außergewöhnlich war und Alkohol mit der beruflichen Entwicklung verknüpft wurde.

Im Rahmen der Erhebungen wurden spezifische Vorfälle dokumentiert. Es gab Berichte über den Vergiftungsversuch einer Forscherin in einer Bar im Parlament und die Enthüllung, dass ein Labour-Abgeordneter bis zu zweihundert Einheiten Alkohol pro Woche konsumierte. Diese Ereignisse führten zu polizeilichen Ermittlungen und zur vorübergehenden Schließung der betreffenden Bar.

Das Forschungsinstitut für Alkoholstudien (IAS) stellte fest, dass die Verfügbarkeit von Alkohol zu ungesundem Verhalten führte. Die ständige Verfügbarkeit förderte das Risiko von übermäßigem Konsum und normalisierte ein hohes Trinkverhalten. Die Abgeordneten beschrieben den Alkohol als jederzeit verfügbar und oft kostenlos, was eine „lässige Haltung“ gegenüber dem Trinken etablierte.

Politiker forderten eine grundlegende Überprüfung der Praktiken. Ein Labour-Abgeordneter betonte, dass ein professionelles Arbeitsumfeld keine Entscheidungen nach dem Konsum von Alkohol zulassen könne. Eine öffentliche Gesundheitsberaterin rief den Bericht zu einem Weckruf auf und forderte die Erstellung einer ersten formalen Richtlinie für den Umgang mit Alkohol im Parlament.

Die Experten schlugen vor, die kostenlose Getränke auf Abendveranstaltungen zu beschränken und die Möglichkeit zu schaffen, dass Mitarbeiter das Recht hatten, das Servieren von Getränken abzulehnen, wenn jemand betrunken erschien. Es wurde betont, dass Westminster seine Arbeitsweise modernisieren müsse, um ein respektvolles und gesundes Umfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen.

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