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Welt

Amerikanischer Ebola-Patient traf in Deutschland ein

Gesundheitsministerium bestätigte Aufnahme zur weiteren Behandlung

Ein amerikanischer Staatsbürger, der Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erworben hatte, traf am Montag in Deutschland ein. Das Gesundheitsministerium in Berlin teilte mit, dass der Patient zur Behandlung in die Klinik überführt wurde. Diese Ankunft erfolgte Wochen nach der Behandlung eines anderen amerikanischen Patienten in Berlin.

Der neue Patient landete über Nacht in Frankfurt und wurde anschließend in das Universitätskrankenhaus der Stadt verlegt. Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, der Mann sei ein humanitärer Mitarbeiter gewesen, der in Bunia, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Ituri in der DRK, tätig gewesen war. Ituri bildete den Brennpunkt eines Ebola-Ausbruchs, den die DRK Mitte Mai meldete – dies war der siebzehnte Fall.

Die WHO hatte dem infizierten Mann klinische Versorgung und enge Überwachung zur Verfügung gestellt. Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, bestätigte dies in einer Nachricht. Er fügte hinzu, dass der Patient zur weiteren Nachsorge nach Deutschland überführt worden sei.

Ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Samaritan’s Purse bestätigte Reuters, dass der Patient, der sechzig Jahre alt war, eine Vollzeitbeschäftigte der Organisation und Lagerleiter in der DRK gewesen war. Der anhaltende Ausbruch in der DRK wurde durch den Bundibugyo-Stamm des Virus verursacht, für den weder ein Impfstoff noch eine Heilung existierten. Die WHO berichtete über mehr als 1.900 bestätigte Fälle und über 700 bestätigte Todesfälle im Rahmen dieses Ausbruchs.

Das deutsche Gesundheitsministerium betonte, dass der amerikanische Patient für die allgemeine Bevölkerung oder andere Patienten im Frankfurter Krankenhaus „keine Gefahr darstellte“. Das Ministerium erklärte ferner, dass das Risiko, dass jemand mit Ebola in Deutschland infiziert wurde, sehr gering sei. Die amerikanischen Behörden hatten Deutschland um Hilfe gebeten, da dieses über Expertise in der Behandlung von Ebola-Fällen und die kürzere Flugzeit von der DRK nach Deutschland verfügte.

Zusätzlich wurde ein weiterer amerikanischer Patient mit dem Virus Ende Mai zusammen mit seiner Familie im Charité-Krankenhaus in Berlin in Quarantäne gestellt. Er erholte sich nach zwei Wochen Behandlung. Die Blockade der amerikanischen Bürger in der DRK von kommerziellen Flügen nach den Vereinigten Staaten erfolgte unter einer Transportbehörde namens Titel 49. Diese Regelung stellte amerikanische Staatsbürger in der DRK oder jene, die kürzlich das Land verlassen hatten, auf eine „Nicht-Einsteigen“-Liste, bis sie mindestens einundzwanzig Tage in einem Drittland verbracht hatten. Die US-Außenbehörde versprach Unterstützung für die betroffenen Bürger während dieser Wartezeit.

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