Amaineh Nademi, eine Lehrerin in Minab, berichtete von der verheerenden Tragödie, die am 28. Februar ereignete. Ein Streik an der Schule verwandelte einen normalen Samstagmorgen in eine der tragischsten Ereignisse des Konflikts und den tödlichsten Vorfall für Zivilisten. Insgesamt starben 156 Menschen, darunter 120 Kinder, sowie eine schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind, wie das Staatsanwaltsbüro von Minab bestätigte.
Experten äußerten die Vermutung, dass US-Truppen die Schule getroffen hatten. Satellitenbilder zeigten, dass ein Komplex des Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) in der Nähe mehrmals getroffen wurde. Obwohl die Vereinigten Staaten die Verantwortung nicht annahmen, berichteten Medien, dass militärische Ermittler vermuteten, dass US-Truppen den Angriff unbeabsichtigt verübten. Die Beweise deuteten darauf hin, dass veraltete Daten der US-Verteidigungsintelligenzagentur zur Behandlung der Schule als militärisches Gelände geführt hatten.
Videoanalysen von Experten zeigten, dass ein präzisionsgelenktes Tomahawk-Raketengeschoss auf den IRGC-Komplex neben der Schule traf. Satellitenbilder belegten, dass die Schule und mehrere Gebäude im Komplex getroffen wurden und verifizierte Aufnahmen zeigten eine Reihe von Angriffen auf die Gegend. Historische Satellitenbilder zeigten, dass das Schulgebiet zuvor Teil des IRGC-Komplexes war, es wurde jedoch seit 2016 abgeriegelt.
Die unmittelbare Folge des Angriffs war eine massive Zerstörung. Amaineh beschrieb, wie ein Raketenbeschuss die Schule traf und ihre Schüler und sie selbst „in die Luft geschleudert“ wurden. Rauch füllte den Klassenraum, und die Gebäude stürzten ein. Viele Lehrer und Familien eilten zum Schauplatz, um die Überreste zu suchen. Die Suche nach den Opfern verlief erschütternd, da die Leichen oft nur unvollständig gefunden wurden.
Die Familie einer der betroffenen Schüler identifizierte ihr Kind anhand der Socken. Die Mutter berichtete, dass sie die Kindesperson anhand der Farbe der Socken identifizierte. Die Trauer und der Zorn der Eltern mischten sich mit der Verzweiflung. Die iranische Regierung nutzte den Angriff als mächtige Gegenbotschaft zu Washingtons Darstellung ihrer Kampagne. Die Opfer symbolisierten die Unschuld, da die Kinder lediglich lernen wollten.
Die Ereignisse ließen die iranische Regierung Minab wiederholt in ihren Reden und Medien erwähnen. Der Angriff bot der Islamischen Republik eine Möglichkeit, sich als Verteidiger des iranischen Volkes gegen äußere Angriffe darzustellen. Die Erinnerung an die Opfer blieb tief in der Gemeinschaft verankert, und die Familie der Überlebenden suchte nach Antworten auf die Frage, was diese Kinder begangen hatten.