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Kriminalität

Anklage wegen Totschlags gegen Mann abgezogen

Verfahren gegen Ganiev und Yaffe wegen mutmaßlicher Veruntreuung der Justiz beendet

Die Staatsanwaltschaft zog die Anklage wegen Totschlags gegen Marat Ganiev zurück. Ganiev wurde vorgeworfen, die 19-jährige Isla Bell getötet und ihren Körper in einem Kühlschrank versteckt zu haben. Die Überreste der jungen Frau fanden sechs Wochen später auf einem Müllplatz in Melbourne im Südosten. Ganiev wurde ursprünglich wegen Mordes angeklagt, doch die Anklage wurde aufgrund der Zuständigkeit des Victoriatischen Obersten Gerichts auf Totschlag herabgestuft.

Der Staatsanwalt Jeremy McWilliams teilte dem Gericht mit, dass die Anklage wegen Totschlags gegen Ganiev ebenfalls zurückgezogen wurde. Stattdessen sah sich Ganiev mit dem Vorwurf konfrontiert, den Verlauf der Justiz zu verfälschen. Eine neue Anklage wurde für später erwartet.

Eyal Yaffe, der ursprünglich wegen Beihilfe und der Verfälschung des Gerichtsverfahrens angeklagt war, sah seine Anklagen ebenfalls eingestellt. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung der Verfahren mit unzureichenden Beweisen, die die Straftat belegen sollten. Yaffe erklärte keine Stellungnahme, da er mit Krücken aus dem Gerichtsaal verließ.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zeigte, dass die Beweislage für die ursprünglichen Vorwürfe nicht ausreichend war. Die Verfahren gegen Ganiev und Yaffe endeten somit ohne eine Verurteilung. Es blieb offen, wann eine neue Anklage wegen der Verfälschung der Justiz eingereicht wurde. Die Öffentlichkeit erwartete nun eine Klärung der gesamten Sachlage.

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