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Kriminalität

Anklagen gegen Schulleiterin abgewiesen nach Schuss auf Lehrerin

Gericht entsagte der Anklage wegen Vernachlässigung und Vergehen gegen die Verantwortung der ehemaligen Assistenzschulleiterin

Ein Richter im Bundesstaat Virginia wies die Anklagen gegen eine ehemalige Assistenzschulleiterin ab, bei der ein sechsjähriges Kind seine Lehrerin erschoss. Die Anklage richtete sich gegen Ebony Parker, die wegen mutmaßlicher Kindesmisshandlung angeklagt wurde, weil sie Warnungen ignoriert hatte, dass das Erstklässlerkind eine Waffe mit sich führte.

Die Verteidigung argumentierte, dass der Staat seinen Fall gegen Parker nicht ausreichend darlegen konnte. Richterin Rebecca Robinson des Bezirksgerichts stimmte dieser Auffassung zu und wies alle acht Anklagepunkte zurück, einschließlich der Vergehen gegen das Leben. In der Klage wurde behauptet, dass die damalige Assistenzschulleiterin mindestens drei Warnungen ignorierte, dass das Kind eine Waffe in der Schule besaß, am Tag des Schusses im Januar 2023 in Newport News. Die Anklage betraf die Vernachlässigung der Verantwortung.

In einem der Fälle, der in der Klage dargelegt wurde, teilten die Anwälte der Lehrerin mit, dass sie Parker mitteilte, dass das Kind „in einer gewalttätigen Stimmung“ sei und Drohungen gegen ein anderes Kind ausgesprochen habe. Parker reagierte auf diese Hinweise nicht und sah sich nicht an, als Bedenken bezüglich des Kindes geäußert wurden. Darüber hinaus wurde Parker beschuldigt, Warnungen anderer Mitarbeiter zu ignorieren, die besaßen, dass das junge Mädchen eine Waffe in die Schule mitbringen könnte, sowie eine Bitte, den Rucksack des Kindes zu durchsuchen, abzulehnen.

Obwohl die Anwälte von Parker argumentierten, dass sie nichts über die tatsächlichen Ereignisse wisse und dass die Verletzungen der Lehrerin übertrieben seien, entschied eine Jury zugunsten der ehemaligen Lehrerin. Die Jury befand, dass Parkers Untätigkeit eine grobe Fahrlässigkeit darstellte.

Die Mutter des Kindes, Deja Nicole Taylor, die 26 Jahre alt war, wurde ebenfalls wegen Kindesvernachlässigung angeklagt, nachdem das Kind seine Waffe zur Schule mitbrachte. Sie gestand der Vergehen und erhielt im Dezember eine Strafe von zwei Jahren für die staatlichen Anklagen sowie 21 Monaten für Bundesanklagen wegen der Lüge über Drogenkonsum auf dem Formular zur Erlangung der Waffe. Nach dem Schuss fanden die Ermittler etwa ein Zehntel des Gramm (28 Gramm) Cannabis in Taylors Wohnung. Das Kind erklärte der Polizei, dass es die Waffe durch das Befestigen eines Schubladens zur Handtasche seiner Mutter auf einem Kommode erlangt hatte. Das Kind befand sich nun laut Berichten in der Obhut eines Verwandten und besuchte eine andere Schule.

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