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Politik

Anti-Waffenprotest in Melbourne als Terrorakt untersucht

Polizei prüft terroristische Motivation und mögliche lebenslange Haftstrafen

Anti-Waffenproteste in Melbourne führten zu Sachbeschädigungen bei einem Verteidigungshersteller und dem Vordringen von Brandbeschlagnen an Fahrzeugen. Die australische Bundespolizei, ihre viktorianischen Kollegen sowie die Nachrichtendienststelle ASIO untersuchten den Vorfall vom 5. Juli 2025. Sie prüften, ob der Vorfall durch „linksextreme Extremisten“ verübt worden war, die von anarchistischen und revolutionären Ideologien motiviert waren. Ein gemeinsames Statement erklärte, dass die Täter bei Verurteilung lebenslange Haft erleiden könnten.

Der AFP-Detektivüberintendent Anthony Hall warnte vor den möglichen Konsequenzen. Er betonte, dass die Behörden Informationen über die mutmaßlichen Täter besaßen und sich auf deren Identifizierung konzentrierten. Die Polizei erklärte, dass sie Handlungen, die durch extremistische Ideologien motiviert waren und darauf abzielten, Angst und Verzweiflung in der Gemeinschaft zu stiften, nicht dulden würden. Sie signalisierten zudem, dass sie jederzeit die Gruppe der Angeklagten kontaktieren könnten, da sie entschlossen waren, diese vor Gericht zu bringen.

Mitglieder der Gruppe nahmen in einem Video Verantwortung für den Angriff ein. Dieses Video gab den Zuschauern Anweisungen zur Herstellung eines Brandbeschleunigers, ähnlich dem, der den Schaden an drei Fahrzeugen bei Lovitt Technologies verursachte. In dem Video äußerten die Täter ihre Opposition gegenüber der Regierung. Eine Person, die sich als Vertreter der „anonymen Zelle“ präsentierte, unterstützte den Palästina-Kampf und behauptete, Lovitt Technologies sei ins Visier genommen worden, weil das Unternehmen das globale F-35-Kampfflugzeugprogramm unterstützte, dessen Jets vom israelischen Militär genutzt wurden.

Die Person, deren Stimme digital verändert wurde, erklärte, dass der Vorfall weder ein Unfall noch eine unbedachte Sachbeschädigung gewesen sei. Sie mahnte: „Wenn Sie weiterhin Komponenten von Waffen herstellen, werden es Konsequenzen geben.“ Lovitt Technologies lieferte Teile für das Kampfflugzeugprogramm, dessen globale Lieferkette in Australien und im Vereinigten Königreich heftigen politischen Debatten und wichtigen rechtlichen Auseinandersetzungen ausgesetzt war.

Die Polizeibehörde betonte jedoch, dass alle Unternehmen und ihre Mitarbeiter das Recht hatten, ihre Geschäfte sicher zu führen. Der Leiter der viktorianischen Polizei, Anthony Wheatfill, erklärte, dass es inakzeptabel sei, dass jemand solche gewalttätigen und gefährlichen Methoden zur Äußerung einer politischen oder sozialen Sichtweise anwandte. Nach dem Vorfall verließen die mutmaßlichen Täter das Gelände über einen Hinterzaun und fuhren mit E-Bikes südwestlich entlang des Plenty River. Die Gemeinschaft wurde aufgefordert, Personen mit Kenntnis der Täter oder Zeugenaussagen aus den Dashcam-Aufnahmen vorzulegen.

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