FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wirtschaft

Apollo betrat den Gebotswettbewerb für easyJet

US-Private-Equity-Firma legte ein Angebot von 5,7 Milliarden Pfund vor

Die US-amerikanische Private-Equity-Firma Apollo trat in einen Gebotswettbewerb für die Fluggesellschaft easyJet ein. Das Unternehmen erhielt die Zustimmung des Verwaltungsrates, ein mögliches Angebot in Höhe von 5,7 Milliarden Pfund anzunehmen. Die Fluggesellschaft wurde somit zum Gegenstand eines unerwarteten Wettbewerbs um die Zukunft des niederpreisigen Flugbetriebs.

Der Verwaltungsrat von easyJet gab am Freitag bekannt, dass er das potenzielle Barangebot, welches das Unternehmen zu 7,15 Pfund pro Aktie bewertete, den Aktionären empfehlen wollte. Zuvor hatte der Verwaltungsrat in Prinzip die Annahme eines Deals von Castlelake akzeptiert, nachdem die US-Firma ihr Angebot zum fünften Mal erhöht hatte. Analysten äußerten jedoch die Ansicht, dass das Angebot von 5,5 Milliarden Pfund easyJet unterbewertete.

Am Freitag änderte der Verwaltungsrat die Richtung und signalisierte damit die Empfehlung für den Ansatz von Apollo. Der Verwaltungsrat erklärte, dass er das vorgeschlagene Barangebot gemeinsam mit seinen Finanzberatern sorgfältig geprüft hatte und einstimmig entschieden hatte, dass die finanziellen Konditionen des Angebots ein Niveau darstellten, das er den Aktionären von easyJet empfehlen wollte. Damit erklärte der Verwaltungsrat die Castlelake-Vorschläge nicht mehr für empfehlenswert.

Das jüngste Angebot erlaubte es den aktuellen Aktionären, darunter der Gründer Stelios Haji-Ioannou, der über 15 Prozent des Unternehmens sowie seiner Familie besaß, weiterhin investiert zu bleiben. Apollo sah vor, die bestehenden Lizenzvereinbarungen mit Haji-Ioannou beizubehalten, welche ihm Lizenzgebühren aus der Fluggesellschaft zuteilten. Sollte das Angebot von 5,7 Milliarden Pfund erfolgreich sein, stand der Gründer für eine Auszahlung von 855 Millionen Pfund zur Verfügung, falls er seine Beteiligung veräußern wollte.

Die Private-Equity-Firma signalisierte, dass sie die aktuelle Strategie und das Management von easyJet unterstützte und keine Unternehmensspaltung anstrebte. Apollo betonte, dass es die bestehenden Strategien des niederpreisigen Trägers, insbesondere die Modernisierung der Flotte, die Verbesserung der Zusatzangebote und die Skalierung der Urlaubsangebote, befürwortete. Apollo betonte zudem die wichtige Leistung des Managementteams und der Mitarbeiter und betonte die Bedeutung der Bindung und des Erhalts wichtiger Fachkräfte innerhalb der easyJet-Gruppe.

Apollo versprach, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die EU-Vorschriften bezüglich ausländischer Eigentümer zu erfüllen, und leistete ein Bestreben, alle weiteren regulatorischen Bedingungen zu erfüllen. Um die Anforderungen der EU-Regeln für europäische Fluggesellschaften zu erfüllen, kündigte Castlelake eine Partnerschaft mit zwei Investoren an an. Apollo hatte zudem in der Vergangenheit Investitionen in die Luftfahrtbranche getätigt und unterstützte beispielsweise die Bilanzstärkung von Air France-KLM während der Covid-Pandemie.

easyjetapolloprivate-equityflugverkehrgebotswettbewerb

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp