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Technologie

Apple benannte See nach Trump-Anordnung in „See Amerika“

Technologiekonflikt und Handelsstreit beeinflussten Kartendienste

Apple benannte den See Ontario als See Amerika in ihrer Kartenanwendung um. Diese Änderung erfolgte als Reaktion auf eine Anordnung des US-Präsidenten Donald Trump im Rahmen der Handelsstreitigkeiten zwischen Washington und Kanada. Die Maßnahme richtete sich spezifisch an Nutzer in den Vereinigten Staaten, während die Darstellung des Sees Ontario für kanadische Nutzer unverändert blieb. Die Entscheidung folgte auf den Zusammenbruch der Handelsgespräche Ende des Vormonats, als Washington neue Zölle auf Warenkanon aus Kanada verhängte.

Der Schritt des iPhone-Herstellers folgte auf Trumps Exekutivverordnung. Diese Anordnung erlaubte dem US-Außenministerium 30 Tage, die Änderung im offiziellen Geografischen Namensinformationsdienst zu aktualisieren. Der US-Außenminister Doug Burgum bat Apple ausdrücklich, den Namen des Sees Ontario auf seiner Kartenplattform gemäß der Verordnung zu ändern.

Der Technologiekonkurrent Google vollzog zeitgleich eine ähnliche Umbenennung für seine Nutzer in den Vereinigten Staaten. Diese Entwicklung löste auf den sozialen Medien eine deutliche Kritik aus. Kanada reagierte auf die US-Abgaben mit der Ankündigung, „Dollar für Dollar“-Gegenzölle zu implementieren. Premierminister Mark Carneys Regierung hatte die Handelsverhandlungen aufgrund unakzeptabler Forderungen abgebrochen. Carney forderte die Trump-Regierung auf, „ernsthaft zu werden“ und die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Die Namen der fünf Großen Seen – Ontario, Huron, Michigan, Erie und Superior – stammten aus indigenen Worten, während der See Superior nach einem anglizierten französischen Wort benannt wurde. Der kleinste der Großen Seen, Ontario, lag an der Grenze zwischen der kanadischen Provinz und dem US-Bundesstaat New York.

Nicht alle Kartendienste nahmen die neue Bezeichnung an. MapQuest, ein kostenloses Web-Kartendienst, erklärte in einem Beitrag auf Facebook, dass es die Änderung nicht vornehmen würde. Google teilte mit, dass es den Namen für US-Nutzer auf seiner Kartenplattform geändert hatte, um „Namensänderungen in offiziellen Regierungsquellen widerzuspiegeln“. Apple vollzog eine vergleichbare Entscheidung für den Golf von Mexiko, indem es ihn auf „Golf Amerika“ umbenannte, was zu Klagen von Mexiko führte. Die Unternehmen zeigten somit, wie politische Spannungen die digitale Darstellung geografischer Realitäten beeinflussten.

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