Australische Konsumenten erlebten am Freitag höhere Preise für MacBooks und iPads, nachdem Apple die Preise weltweit erhöhte. Das Unternehmen begründete die Preiserhöhungen mit einer Kostenkrise bei den Computerkomponenten, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz ausgelöst wurde. Während die Preise für das iPhone-Segment unverändert blieben, prognostizierten Experten, dass Apple die Preise für sein Flaggschiff-Produkt später im laufenden Jahr weiter anheben würde.
Die Preisgestaltung der Apple-Produkte veränderte sich signifikant. Das MacBook Air mit 13-Zoll-Display begann auf der australischen Webseite bei 2.099 Dollar, verglichen mit 1.799 Dollar. Das MacBook Pro mit 14-Zoll-Display startete bei 3.199 Dollar. Modelle unter 1.000 Dollar waren bei Apple nicht mehr erhältlich; das kleinere MacBook Neo, das im März für 899 Dollar erschien, begann nun bei 1.049 Dollar. Dies zeigte, dass die Kosten für die Komponenten stark gestiegen waren.
Auch die iPad-Serie verzeichnete Preisanpassungen. Das iPad begann bei 749 Dollar, während das Mini-Modell bei 949 Dollar startete. Die Desktop-Produkte, wie der iMac und das Mac Studio, begannen jeweils bei 2.399 Dollar bzw. 4.299 Dollar. Lokale Händler wie Officeworks übertrugen die Preiserhöhungen jedoch zunächst nicht. JB Hi-Fi präsentierte zwar Angebote, warnte aber vor der steigenden Nachfrage nach Computerchips, da die Nutzung von künstlicher Intelligenz die Kosten für Geräte in die Höhe trieb.
Parallel dazu reagierte Microsoft auf den Chipmangel. Das Unternehmen kündigte an, die Preise für Xbox-Konsolen anzupassen. Für Modelle mit 512 GB wurden die Preise um 100 US-Dollar erhöht, für 1-TB-Modelle um 150 US-Dollar und das 2-TB-Modell hörte Microsoft mit dem Verkauf auf. Microsoft berichtete, dass die Preise für Speicher und Speichermedien nahezu verdreifacht und bis Ende 2027 nochmals verdoppelt würden.
Experten sahen in der aktuellen Situation eine tiefgreifende Verschiebung der Produktökonomie. Ein Analyst warnte davor, dass der Mangel an Speichermedien die Wirtschaftlichkeit von Konsumgeräten dauerhaft neu schrieb. Die zentrale Frage blieb, ob die Produktökonomie erschwinglicher Geräte um die strukturell höheren Speicherkosten herum wieder aufgebaut werden konnte oder ob sich das Produktangebot und die Preise dauerhaft nach oben verschoben.