Ariana Grande bat vor drei Jahren darum, keine Kommentare über ihren Körper zu machen. Nach drei Jahren setzte sich die öffentliche Spekulation über ihre Figur und ihre Gesundheit fort. Als Reaktion auf die andauernde öffentliche Beobachtung gab die Sprecherin bekannt, dass sie am Ende ihrer aktuellen Tour einen Schritt zurücktreten würde, um sich eine wohlverdiente Pause von der Öffentlichkeit zu gönnen. Diese Entscheidung folgte auf die Veröffentlichung ihres achten Studioalbums „Petal“ und das begleitende Video zur Titelsendung.
Das Musikvideo thematisierte den Druck des Ruhms. Es zeigte Grande, wie sie verschiedene Pop-Star-Personas ausprobierte, um bei Talent-Scouts für eine Gruppe zu bestehen. Die Texte des Albums thematisierten die Belastungen der Berühmtheit. Die Aufmerksamkeit galt dabei stets ihrem Erscheinungsbild, was zu einer Flut von Kommentaren in den sozialen Medien führte. Viele Fans äußerten echte Besorgnis hinsichtlich ihrer Gesundheit, nicht nur ihrer äußeren Erscheinung.
Ein Nutzer schrieb, dass die Sorge nicht nur nach dem Wunsch nach der alten Ariana galt, sondern nach ihrer Gesundheit. Musikjournalistin Sophie Williams bemerkte, dass die ständige Kommentierung rund um Grande während der Promotion neuer Musik am Wochenende stark ansteigte. Sie interpretierte dies als einen Hinweis darauf, dass diese Kommentare zur aktuellen Entscheidung geführt hätten.
Grande lebte über fünfzehn Jahre lang im Rampenlicht. Sie berichtete, sie habe seit ihrem sechzehnten oder siebzehnten Lebensjahr ständig als „Speziens in einer Petrischale“ betrachtet und somit jede Form der Kritik erlebt. Sie betonte, dass sie jede Version der Kritik gehört hatte, die sich auf ihr Aussehen bezog. Sie erklärte, dass es schwierig sei, sich vor diesem Lärm zu schützen.
In den Jahren vor der Tour erlebte Grande auch schwierige Phasen. Im Jahr 2017 starben zwanzig Personen bei einem Suizidbombenangriff außerhalb ihres Konzerts in Manchester Arena. Im darauffolgenden Jahr berichtete sie von Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie sprach über die Angst, aber auch über die Tatsache, dass die Wahrheit beängstigend sei. Grande gründete zudem im Sommer die Stiftung „Brighter Days Ahead“, eine Initiative zur Unterstützung von Gruppen, einschließlich des Teams und der Künstler auf ihrer Tour. Sie forderte die Öffentlichkeit auf, milder zu sein und weniger über den Körper anderer zu kommentieren.