Acht Schüler wurden in Kenia verhaftet, nachdem ein mutmaßlicher tödlicher Brand in einer Mädchenschule vorlag. Die Polizei teilte mit, dass die acht Jugendlichen im Zusammenhang mit der Planung und Ausführung des Brandes standen, der 16 Schüler tötete. Der Brand entzündete sich in den frühen Morgenstunden des Donnerstags in der Utumishi Girls Academy in Gilgil, etwa 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi. Die Flammen zogen durch den oberen Stock eines Schlafsaals, der 135 Liegebetten enthielt.
Nach Befragungen von Schülern und Mitarbeitern sowie einer forensischen Überprüfung der Überwachungskamerabilder identifizierte die nationale Polizeidienststelle die acht Schüler als Personen von Interesse an der Tat. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Feuers dauerten an.
Die Polizei informierte, dass die Schüler nach ihrer Verfolgung zu ihren Wohnungen gebracht und anschließend zurück zur Schule geführt wurden. Gleichzeitig wurden weitere Personen, die sich im betroffenen Gebiet befanden, gesucht und festgenommen. Die acht Verhafteten waren von insgesamt 30 Schülern, die von den Ermittlern im Zusammenhang mit dem tödlichen Brand lokalisiert und zurückgerufen wurden.
Kenia erlebte eine lange Geschichte von Schulbränden. Vor zwei Jahren starben mindestens 21 Menschen bei einem Brand in einem Schlafsaal im zentralen Kenia. Viele Brände in Internaten resultierten aus dem Brandstiftung durch unzufriedene Schüler, die sich über die Disziplin und die Lebensbedingungen beschwerten, während andere Brände zufällig entstanden.
Überfüllung der Schlafsaale und die Nichteinhaltung von Sicherheitsrichtlinien, wie das Hinterlassen von Fluchtwegen frei und das Unverriegeln von Fenstern, wurden häufig für die hohe Zahl der Opfer verantwortlich gemacht. Die Behörden untersuchten nun die genauen Umstände des Vorfalls, um die Ursache des Brandes zu klären.