Die asiatischen Aktienmärkte sanken am Freitag scharf. Der Rückgang wurde vor allem durch den Verkaufsdruck bei Technologieunternehmen ausgelöst, da Investoren befürchteten, dass die jüngsten Kursgewinne überzogen waren. Der Index der südkoreanischen Börse Kospi fiel um acht Prozent, was einen Mechanismus zur Eindämmung panikartiger Verkäufe auslöste. Der Index schloss damit um fünf Komma acht Prozent niedriger. 1
Dieser Einbruch folgte auf die Ankündigung von Apple, die Preise für ihre iPads und MacBooks aufgrund der steigenden Kosten für Computerchips anzuheben. Darüber hinaus äußerten einige Anleger Bedenken hinsichtlich der Hunderten von Milliarden Dollar, die die großen Technologieunternehmen in diesem Jahr für den Aufbau von Infrastruktur für künstliche Intelligenz aufwendeten. Händler begannen, die Bewertungen von Technologieaktien neu zu bewerten, während andere Gewinne realisierten. Ein leitender Partner der Alpha Pacific Group äußerte sich dazu, dass die langfristige Investitionsaussicht für die künstliche Intelligenz zwar überzeugend blieb, aber Investoren selektiver wurden, welche Unternehmen die von den Märkten zugewiesenen Bewertungen rechtfertigten.
In anderen Regionen verzeichnete Japans Nikkei 225 einen Rückgang von über vier Prozent, da die Aktien des Technologiegiganten SoftBank um zwölf Komma fünf Prozent fielen. Auch andere wichtige Indizes in Taiwan und in China sank ebenfalls deutlich. Die Handelsaktivität in Südkorea zeigte sich in jüngster Zeit besonders volatil. Der zweieinhalbstündige Stopp der Kospi am Freitag markierte den dritten Auslöser des sogenannten Sch락elmechanismus in dieser Woche und den fünften solchen Vorfall im Laufe des Jahres.
In den Vereinigten Staaten sanken die Aktien von Apple am Donnerstag um sechs Prozent, was der größte Einbruch in einem Jahr war. Auch Microsoft verzeichnete einen Rückgang, nachdem es höhere Preise für seine Xbox-Gaming-Konsolen aufgrund höherer Komponentenkosten ankündigte. Diese Entwicklungen verstärkten die Sorge, dass steigende Komponentenpreise die Verkaufszahlen von Geräten beeinträchtigten und somit die Nachfrage nach Computerchips verlangsamten. Analysten stellten fest, dass die hohen Kosten für die Kommerzialisierung von KI-Werkzeugen schrittweise an die Verbraucher weitergegeben wurden. Dies stellte die Frage, wie schnell die Nachfrage nach solchen Werkzeugen mit den Investitionen in die künstliche Intelligenz übereinstimmen würde und ob die heutigen Bewertungen von Technologieaktien realistisch blieben.