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Politik

Ausländische Akteure nutzten Unruhen in Belfast und Southampton zur politischen Manipulation

Analyse von Social-Media-Daten enthüllt die Nutzung von Konflikten durch Rechtsextreme zur Verbreitung fremder Narrative

Eine Analyse von Social-Media-Konten, die Unruhen in Belfast und Southampton thematisierten, zeigte, dass die meisten dieser Beiträge außerhalb des Vereinigten Königreichs entstanden. Mehr als die Hälfte der Konten, die über Elon Musks Plattform X über die Ausschreitungen im Juni posteten, befanden sich im Ausland. Die Untersuchung ergab, dass 45,3 Prozent der Beiträge, die über tausend Aufrufe zählten, nicht aus dem Vereinigten Königreich stammten. Nur ein Sechstel der Beiträge stammte aus den Vereinigten Staaten, während ein Viertel aus anderen europäischen Ländern bestand.

Sieben der zwölf meistgelesenen Tweets über Belfast und Southampton stammten aus den Vereinigten Staaten, darunter Beiträge von Musks selbst und anderen amerikanischen Rechtsextremen. Dies unterstrich den Versuch von US-Rechtsextremen, den Einfluss auf das Vereinigte Königreich auszuüben und ihre Position auf der Plattform X zu stärken, insbesondere in Momenten des Chaos. Die Daten belegten, dass ausländische Akteure Ereignisse nutzten, um lokale Tragödien zu verstärken und rassistische Narrative zu intensivieren.

Fast ein Drittel aller 43.000 Beiträge, die sich auf die beiden Vorfälle bezogen, enthielten rassistische oder anti-immigrationsbezogene Kommentare. Fast ein Zehntel der Beiträge über Belfast rief zu Gewalt oder paramilitärischer Aktion auf. Experten des Zentrums für Gegenwehr digitaler Hass erklärten, dass X zu einer „Waffe der Wahl“ für feindliche ausländische Akteure geworden war, die schockierende und spaltende Inhalte manipulieren wollten.

Diese Akteure nutzten das Vereinigte Königreich als negatives Beispiel, um ihre eigenen Narrative des westlichen zivilisatorischen Verfalls oder des sozialen Zusammenbruchs zu fördern. Ziel war es, durch Krisenmomente eine starke, gestärkte Rechtsextremismuswelle weltweit zu verbreiten und die britische Politik sowie europäische Politik zu beeinflussen.

Sicherheitsexperten warnten davor, dass das Vereinigte Königreich ein leichtes Ziel für Online-Manipulation durch ausländische Akteure blieb, da es die Idee einer zivilen oder psychologischen Verteidigung nicht ernst nahm. Die Algorithmen der Plattformen begünstigten dabei Inhalte, die schockierten, was die Verbreitung dieser extremen Botschaften weiter beschleunigte.

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