Ein wichtiges Wahlergebnis in einem regionalen Wahlkreis in Australien dient als entscheidender Test für die Unterstützung der rechten populistischen One Nation Partei. Die Wahl in Farrer, einem weiten Wahlgebiet in New South Wales, wurde durch den Rücktritt von Sussan Ley ausgelöst, die als Spitzenkandidatin der Oppositionspartei Liberaler aus dem Amt entfernt wurde. Während die Liberalen einen Nachfolger für Ley suchen, steht die lokale unabhängige Michelle Milthorpe dem Kandidaten der One Nation Partei, David Farley, gegenüber.
Die Abstimmung fand am Samstag statt, und die Ergebnisse wurden kurz darauf veröffentlicht. Die Wahl in Farrer ist von besonderer Bedeutung, da sie die erste bundespolitische Prüfung der Unterstützung der One Nation Partei darstellt. Die Partei erzielte bei dieser ersten bundespolitischen Erprobung die zweithöchste Stimmenzahl unter allen politischen Parteien in einer früheren Landeswahl. Dies markiert einen wichtigen Meilenstein für die Partei, die bisher noch kein Bundesparlamentswahlrennen gewonnen hatte.
David Farley, ehemaliger Vorstand der australischen Agrargesellschaft, trat in Farrer an. Er äußerte seine Enttäuschung über die etablierten Parteien und betonte den Wunsch nach alternativen politischen Ansätzen. Das Wahlgebiet Farrer ist geografisch sehr groß und umfasst regionale Zentren wie Albury, Griffith und Deniliquin. Historisch gesehen wurde dieser Sitz stets von den Liberalen oder Nationalen Parteien besetzt.
Das Ergebnis dieser Wahl wird zwar die Mehrheitsverhältnisse der Regierungspartei Labor nicht beeinflussen, es könnte jedoch den ersten Mitglied der One Nation Partei im nationalen Parlament hervorbraten. Die Wahl stellt zudem den ersten politischen Test für die neuen Führungskräfte der Liberalen und Nationalen Parteien dar, die Angus Taylor und Matt Canavan sind. Die Koalition der Liberalen und Nationalen Parteien kämpft seitdem mit internen Konflikten und schwankender Zustimmung.