Die australische Bundesregierung zieht derzeit keine unmittelbare Einführung einer Steuer auf den Export von Erdgas in Betracht. Diese Zurückhaltung lässt sich auf zwei unterschiedliche Ereignisse erklären, die sowohl auf diplomatischen als auch auf innenpolitischen Ebenen stattfinden. Die jüngsten hochrangigen Gespräche mit Japan unterstreichen die Notwendigkeit, internationale Energiepartnerschaften zu pflegen, insbesondere angesichts der aktuellen globalen Energiekrise. Diese Beziehungen sind für Australien von strategischer Bedeutung, da das Land einen erheblichen Teil seines Flüssigerdgasvolumens an dieses ostasiatische Land liefert.
Japan, ein wichtiger Abnehmer australischer LNG-Lieferungen, sieht eine mögliche Exportabgabe als potenzielles Risiko für die Stabilität dieser Lieferketten. Exportunternehmen argumentieren, dass eine solche Maßnahme die Position Australiens als zuverlässiger Lieferant untergraben könnte. Diese Bedenken beeinflussen die politische Kalkulation der Regierung, die eine Eskalation der Handelsbeziehungen vermeiden möchte. Die diplomatischen Gespräche zielten darauf ab, wirtschaftliche Sicherheit und Energiehandel zu festigen, was die Vermeidung von Konflikten mit wichtigen Handelspartnern sicherstellt.
Parallel dazu besteht innenpolitisch erheblicher Druck zur Einführung einer solchen Steuer. Kandidaten für eine Exportsteuer haben die wirtschaftliche Ungleichheit hervorgehoben und fordern eine gerechtere Verteilung der Lasten. Gewerkschaften betonen, dass multinationale Unternehmen ihren fairen Beitrag zur Steuerlast leisten müssen, um die Belastung für die arbeitende Bevölkerung zu mindern. Diese Forderungen werden insbesondere im Vorfeld der nächsten nationalen Konferenz von Bedeutung.