Die Reform des Glücksspiels in Australien erlebte eine Phase politischer Verhandlungen, die von erheblichen Spannungen geprägt war. Sarah Hanson-Young, Senatorin der Grünen Partei, forderte die Regierung auf, unverzüglich mit der Reform fortzufahren. Sie signalisierte, dass sie bereit gewesen wäre, die notwendigen Schritte zu unternehmen, und drohte, die Angelegenheit selbst in den Senat zu überführen, falls die Regierung nicht bereit war, die erforderlichen Änderungen umzusetzen. Hanson-Young äußerte die Ansicht, dass die aktuellen Vorschläge nicht ausreichend seien und die Politik lediglich Spielchen spielte. Die Regierung erwiderte, dass sie keinerlei Bereitschaft zur sofortigen Umsetzung zeigten, was die Forderungen der Opposition weiter verstärkte.
Parallel dazu intensivierte sich die Debatte um die Änderungen im National Disability Insurance Scheme (NDIS). Tim Wilson, ein Vertreter der Liberalen Partei, kritisierte die Regierung scharf hinsichtlich der Fokussierung auf Betrug und Korruption innerhalb des Systems. Er betonte, dass die aktuellen Gesetzesentwürfe nicht ausreichend seien, um den Missbrauch zu bekämpfen, und warnte davor, dass die Aufmerksamkeit auf die Betroffenen statt auf die Täter gerichtet bliebe. Wilson äußerte die Sorge, dass die vorgeschlagenen Reformen nicht ausreichen würden, um die Schäden zu minimieren, insbesondere im Hinblick auf die Reichweite von Glücksspielwerbung unter Kindern.
Die Diskussionen um die Glücksspielgesetze fanden auch Kritik hinsichtlich des Schutzes von Minderjährigen. Wilson äußerte Bedenken, dass die vorgeschlagenen Regeln die Möglichkeit zur Werbung an Kinder nicht ausreichend einschränkten. Er forderte eine Abstimmung der Interessen, um sicherzustellen, dass Maßnahmen ergriffen wurden, die Kinder vor Schaden schützten und die Interessen der Bevölkerung angemessen widerspiegelten. Die Debatte um die NDIS-Änderungen zeigte somit die tiefgreifenden Unterschiede in der politischen Strategie zwischen den Parteien.
Im Bereich der Bildungspolitik trat zudem eine neue Entwicklung auf. Der neue Premierminister Victoria, Ben Carroll, versprach eine Erhöhung der Mittel für öffentliche Schulen vor der Wahl. Er versprach eine Steigerung der Finanzierung um fünf Prozent, um die Verpflichtungen aus dem früheren Gonski-Plan zu erfüllen. Diese Zusage implizierte eine Abstimmung mit der Bundesregierung, um die Lücke in der Finanzierung der Schulen zu schließen. Die Debatte um die Schulfinanzierung zeigte die anhaltenden Herausforderungen bei der Verteilung der Ressourcen zwischen den Ebenen.