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Kriminalität

Australische Polizei ermittelte gegen ehemaligen Kita-Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Kindesmisshandlung

Ermittlungen umfassten 12 Monate und die Analyse von über zwei Millionen elektronischen Dateien

Die australische Bundespolizei kontaktierte über 120 Familien, als sie ein Verfahren gegen einen ehemaligen Kita-Mitarbeiter untersuchten, der mutmaßlich Kindesmisshandlungen begangen hatte. Der 35-jährige Mann wurde mit 329 Straftaten angeklagt, die über einen Zeitraum von sechzehn Jahren gegen 136 Opfer stattfanden. Die Anklage umfasste 162 Vorwürfe der Herstellung von Kindesmissbrauchsmaterial, 24 Vorwürfe der Nutzung von Kindern unter vierzehn Jahren für die Herstellung solch von Material, sowie 18 Vorwürfe der vorsätzlichen sexuellen Berührung von Kindern unter zehn Jahren.

Die Ermittlungen begannen im Juni des Vorjahres nach einem Bericht über einen Online-Nutzer, der eine Datei hochgeladen hatte, welche Kindesmissbrauch darstellte. Die Polizei verband den Mann mit der mutmaßlichen Tätigkeit und vollzog einen Durchsuchungsbeschluss in Glossodia im Nordwesten Sydneys. Der Mann wurde im Juli festgenommen und seine Qualifikation zur Arbeit mit Kindern wurde ausgesetzt.

Der Beschuldigte arbeitete oder besuchte 62 Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, wobei die meisten Tätigkeiten im Nordwesten Sydneys stattfanden. Die Polizei behauptete, er habe mehrere Straftaten gegen Kinder an fünf Einrichtungen begangen, darunter vier Kindertagesstätten sowie sein eigenes privates Unternehmen. Der Kommandant der AFP, Luke Needham, erklärte, dass die Polizei Kontakt mit 121 Familien aufnahm, die in Australien und international angesiedelt waren, und deren Kinder in dem Kindesmissbrauchsmaterial identifiziert worden seien.

Die Operation Moonbi erstreckte sich über zwölf Monate und umfasste die Analyse von 2,4 Millionen elektronischen Dateien, zwölf Durchsuchungsbeschlüsse und unzählige Stunden, um das Ausmaß der mutmaßlichen Verbrechen des Mannes aufzudecken. Die Ermittlungen zeigten die erhebliche Reichweite der mutmaßlichen Verbrechen und die Komplexität der Beweissammlung.

Die Behörden appellierten an alle Opfer und Überlebende, Unterstützung zu suchen oder eine vertrauenswürdige Person zu konsultieren, falls die aktuellen Nachrichten Verunsicherung hervorriefen.

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