Die australische Bundespolizei vollzog eine der größten Drogenbeschlagnahmungen der Geschichte. Am Freitag entdeckten die Behörden fast drei Tonnen Kokain, das in geheimen Bunkeranlagen auf einem Grundstück an den westlichen Rändern von Sydney verborgen lag. Die Maßnahme erfolgte an einem semi-ländlichen Standort in Londonderry.
Zwei Männer, deren Alter 21 und 25 Jahre betrug, wurden festgenommen. Sie wurden beschuldigt, eine kommerzielle Menge eines illegal importierten, an die Grenze kontrollierten Drogenbesitz gehabt zu haben. Die Polizei berichtete, dass die Kokainmengen in Plastikbehältern in unterirdischen Bunkeranlagen verborgen waren, die unter drei Frachtcontainern auf dem Grundstück verborgen lagen.
Die geschätzte Straßenwert der gefundenen Drogen belief sich auf rund 816 Millionen Dollar. Dies entsprach etwa drei Millionen „Straßenhandelsgeschäften“. Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass das Kokain in Australien nahe Midge Point in Queensland importiert worden war. Es gelangte anschließend „auf Veranlassung einer organisierten Kriminalitätsgruppe in Sydney“ nach Sydney.
Die Beschlagnahmung bildete Teil der Operation Minjiang. Diese gemeinsame Untersuchung führten die australische Strafverfolgungsbehörde (AFP), die Polizei von Queensland, die australische Grenzschutzbehörde und weitere Stellen durch. Die Operation begann nach der Entdeckung von 40 Kilogramm Kokain im Wasser nahe dem Bootsramp an Midge Point auf der Whitsunday-Küste.
Zudem wurde ein mutmaßliches „Mutterfahrzeug“, das Teil einer Drogenimport-Unternehmen war, die MV Wealth, in den Salomonen festgehalten. Die zwei festgenommenen Männer erschienen am Samstag vor einem lokalen Gericht in New South Wales und wurden in Untersuchungshaft gestellt. Sie sollten voraussichtlich am 13. August vor einem lokalen Gericht in Penrith erscheinen.