Die australische Polizei vollzog eine der größten Kokainbeschlagnahmungen der Geschichte, als sie 2,7 Tonnen Kokain aus einem unterirdischen Bunkerkomplex in West-Sydney sicherte. Die Drogen, deren Straßenwert auf 816 Millionen australischen Dollar geschätzt wurde, fanden die Beamten am Freitag in Kompartimenten, die unter falschen Böden in drei Frachtcontainern an einem Grundstück in Londonderry verborgen waren.
Zwei Männer, die versuchten, der Polizei zu entkommen, wurden an der Szene festgenommen und wegen des Besitzes einer kommerziellen Menge illegal importierter, grenzkontrollierter Substanz angeklagt. Die Polizei erklärte, dass das Kokain über die kleine Stadt Midge Point in Queensland in Nordqueensland auf Anordnung einer organisierten Kriminalitätsgruppe nach Australien geschmuggelt worden war.
Die Razzia am Grundstück in Londonderry bildete Teil der „Operation Minjiang“, welche im Mai gestartet worden war, nachdem 40 Kilogramm Kokain im Wasser nahe einem Bootsrampen gefunden worden war. Im Rahmen der Ermittlungen, die durch diesen Fund ausgelöst wurden, wurden weitere sechs Personen in Queensland und New South Wales festgenommen und angeklagt.
Eine mutmaßliche „Mutterfart“, die Teil der Schmuggeloperation sein soll, wurde zudem auf den Salomoneninseln festgehalten. Trotz ihrer abgelegenen Lage stellte Australien ein lukratives Marktgebiet für den Drogenhandel dar, da Kokain dort typischerweise rund 300 australische Dollar pro Gramm erzielte. Zudem wiesen Australier und Neuseeländer laut dem UN-Weltdrugbericht das weltweit höchste Kokainkonsumniveau auf.
Der Kommandant der australischen Bundespolizei, Stephen Jay, betonte, dass die mutmaßliche Verschwörung die hohe Organisation und den entschlossenen Charakter dieser kriminellen Netzwerke zeigte und die extremen Mittel, die sie für den Profit aufwiesen. Die Ermittlungen zur Herkunft der Drogen liefen fort, und die Behörden versprachen, mit internationalen und nationalen Strafverfolgungspartnern zusammenzuarbeiten, um die kriminellen Syndikate und alle Beteiligten bei der mutmaßlichen Versuche des Drogenimports zu identifizieren.