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Wirtschaft

Australien führte Kennzeichnung für Meeresfrüchte ein

Regierung etablierte das System „Aim“ zur Transparenz der Herkunft

Die Bundesregierung veranlasste eine obligatorische Kennzeichnung der Herkunft von Meeresfrüchten auf Speisekarten. Ab dem ersten Juli mussten gastronomische Betriebe die Herkunft eines Produktes angeben: „A“ für australisch, „I“ für importiert und „M“ für gemischt. Dieses System, genannt „Aim“, sollte den Verbrauchern detailliertere Informationen über ihre Speisen liefern und gleichzeitig lokale Unternehmen unterstützen.

Julie Petty, General Managerin von Seafood Industry Australia, lobte die Änderung, da sie die Restaurants mit den Informationen zur Verpackung in Einklang brachte. Sie betonte, dass die Kennzeichnung die Klarheit über die tatsächliche Herkunft von Meeresfrüchten verschaffte, da etwa sechzigvier Prozent der Produkte importiert waren. Dies ermöglichte den Endverbrauchern eine fundierte Wahl bezüglich der Investition in bestimmte Speisen.

Die Regelungen betrafen nicht nur Restaurants und Cafés, sondern auch Marktstände, Lieferwagen und Speisestellen für die unmittelbare Verzehr. Betriebe durften neben dem Menüpunkt die Kennzeichnung A, I oder M hinzufügen, ähnlich wie bei glutenfreien oder vegetarischen Angaben. Um die Vorschriften vollständig zu erfüllen, mussten die Bezeichnungen präzise formuliert werden, beispielsweise „Australische Sydney-Rocklarve“ anstelle einer allgemeinen Bezeichnung.

Chef Juan Carlos Negrete, Co-Eigentümer des Restaurants Maiz, sah in der Umstellung eine Chance, australische Meeresfrüchte hervorzuheben, auch wenn diese höhere Kosten verursachten. Er argumentierte, dass die Transparenz darüber, woher die Speisen stammten, für die Kunden wichtig sei und dies keinen Nachteil darstellte. Viele Gastronomen erkannten erst spät die Notwendigkeit der Anpassung und mussten Menüs neu drucken.

Die Regierung pries die Änderungen als einen Gewinn für Verbraucher und die australische Fischereiindustrie an. Der Minister für Industrie Tim Ayres erklärte, dass die Maßnahmen sicherstellten, dass Kunden „die notwendigen Informationen zum Kauf australischer Meeresfrüchte“ besaßen. Die Ministerin für Fischerei Julie Collins erklärte, dass die Konsumenten „zu lange gesucht“ hätten und die Regierung daher „diese Informationen eingezogen“ habe.

Dennoch kritisierte die australische Meereskonservierungsorganisation (AMCS) die Kennzeichnung. Kim Riskas bemerkte, dass die Labels zwar ein guter erster Schritt seien, aber nicht genügend Informationen für tiefgehende Entscheidungen lieferten. Sie forderte, dass die Menülisten mindestens die spezifische Region oder das Territorium angeben sollten, aus dem die Speisen stammten, um eine umfassendere Entscheidungsfindung zu ermöglichen.

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