Der australische Premierminister Anthony Albanese sah sich wegen seiner Äußerungen zu Melonen, die ihm von seinem japanischen Amtskollegen geschenkt wurden, unter Kritik. Die Kontroverse entzündete sich, nachdem ein ehemaliger japanischer Botschafter die Kommentare als „sexistischen Witz“ bezeichnete und eine Verletzung der engen Bindung zwischen den beiden Nationen feststellte. Albanese äußerte sich während einer Sendung auf dem Podcast Bush Deep zu den sogenannten Kronenmelonen und bezeichnete sie als „ziemlich seltsame“ Geschenke. Diese Äußerungen führten zu Forderungen seitens der Opposition nach einer Entschuldigung gegenüber der japanischen Seite.
Die Diskussion um die Melonen, die während der Besuch der Botschafterin in Australien im Mai überreicht wurden, erregte Aufmerksamkeit. Der Gastgeber der Sendung, Komikerin Nikki Osborne, kommentierte die Geschenke als „wunderschön“. Albanese antwortete daraufhin, dass die Früchte „schön“ seien. Diese Interaktion erlangte zunächst wenig Beachtung, doch sie erlebte eine erneute Eskalation, als der ehemalige Botschafter Shingo Yamagami die Kommentare als eine Verfehlung des Vertrauens interpretierte.
Yamagami betonte, dass die Kronenmelonen in Japan als „besonders wertvolle Früchte“ galten und einen hohen Preis hatten. Er forderte den Premierminister auf, sich auf die gemeinsame Arbeit der beiden Länder zu konzentrieren und nicht auf die Anatomie einer Frau zu denken. Dies verstärkte den diplomatischen Druck auf Albanese, die Angelegenheit als eine unangebrachte Verharmlosung der kulturellen und politischen Beziehungen zu werten. Währenddessen versuchten einige Minister des Labor-Parteis, den Premierminister zu verteidigen und erklärten, dass die Äußerungen nicht so interpretiert werden sollten, wie es von politischen Gegnern oder einigen Medien berichtet wurde.
Der Premierminister wies die Kritik ab und betonte, dass Australien und Japan nie näher beieinander waren und dass seine Regierung die besondere strategische Partnerschaft auf neue Höhen geführt habe. Einige Minister, darunter der Finanzminister Katy Gallagher und der Sozialminister Tanya Plibersek, unterstützten diese Position und argumentierten, dass die Kommentare nicht die beabsichtigte Bedeutung hatten. Letztendlich gab Albanese eine öffentliche Entschuldigung für seine Äußerungen, was die unmittelbare politische Kontroverse abschloss.