Die Behörden in Australien untersuchten den Ursprung mysteriöser, großer silberner Kugeln, die an einem Strand in Nord-Queensland aufgefunden wurden. Die sechs festen Objekte, welche auf dem Forrest Beach nördlich von Townsville gefunden wurden, galten als Weltraumtrümmer. Die australische Weltraumagentur (ASA) versuchte daraufhin, den Herkunftsort dieser Objekte zu bestimmen. Die BBC kontaktierte die Agentur für eine Stellungnahme zu den Funden.
Mannschaften in Schutzanzügen platzierten die Kugeln unter polizeilicher Aufsicht in Gefahrstofffässer, da Bedenken bestanden, dass die Objekte gefährliche Substanzen enthielten. Die Feuerwehr von Queensland verkündete am Sonntag, dass eine Ausschlusszone von 50 Metern eingerichtet blieb. Sie bat die Öffentlichkeit, die bei verdächtigen Objekten sah, unverzüglich Abstand zu halten und die Notdienste zu rufen.
Online spekulierten die Beobachter, dass die Kugeln Treibstofftanks für Raumfahrzeuge darstellten. Dies bedeutete, dass sie möglicherweise Restmengen hochflüchtiger oder reaktiver Stoffe enthielten. Dennoch blieb unklar, von welchem Fahrzeug oder welchem Besitzer diese Objekte stammten.
Solche mysteriösen Objekte fanden nicht zum ersten Mal an der Küste Australiens. Im Jahr 2023 bestätigte Indien, dass eine riesige Metallkuppel, welche an einem Strand in Westaustralien nahe Perth strandete, von einem seiner Raketen stammte. Der Sprecher der indischen Raumfahrtagentur erklärte später, dass es sich um ein Fahrzeug eines Polar-Satelliten-Startfahrzeugs (PSLV) handelte.
Ein sphärisches Objekt, das in dieser Woche entdeckt wurde, fand auch im Jahr 2011 in einer abgelegenen Graslandschaft in Namibia, Südafrika,. Experten damals glaubten, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Treibstofftank oder einen Blasenbehälter enthielt, der Hydrazin – ein hochvolatiler Treibstoff – von einer unbemannten Rakete beherbergte.