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Wirtschaft

Steuerreform in Australien: Start-up-Szene warnte vor Abwanderung

Politiker forderten tiefere Konsultationen, um Innovation und Investitionen im Land zu halten

Anthony Albanese reagierte auf eine Kampagne von generierten Bildern, die die geplanten Änderungen der Kapitalertragsteuer verspotteten, indem er die Unterstützer für die positiven Darstellungen dankte. Dennoch lösten die vorgeschlagenen Steueränderungen für die Kapitalertragsteuer bei Gründern und Technologieunternehmen Alarm aus. Independentpolitiker, die wichtige Start-up-Zentren Australiens vertraten, mahnten, dass die Steuererhöhungen innovative Firmen und Technologieunternehmen dazu veranlassen könnten, höhere Erträge im Ausland zu suchen.

Die Bundesregierung hatte im Rahmen des letzten Bundeshaushalts eine Änderung der Kapitalertragsteuer vorgesehen. Diese Änderung ersetzte den 50-prozentigen Steuervorteil auf Gewinne durch eine „Kostenbasisindexierung“, was eine Besteuerung der Gewinne nach Inflation und einen Mindeststeuersatz von 30 Prozent vorsah. Diese Regelungen betrafen Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien, Aktien und anderen Vermögenswerten.

Unternehmer und der Technologiesektor warnten, dass erhöhte Steuern dazu führen könnten, dass Menschen ihre Arbeit bei neuen Unternehmen aufgaben oder Start-ups ins Ausland verlagerten. Frühphasige Unternehmen mit geringem Kapitalfluss boten Mitarbeitern oft Anteile oder Aktienoptionen anstelle höherer Gehälter an. Gründer konnten durch die Aussicht auf eine große Auszahlung bei einem Unternehmensverkauf motiviert werden.

Senator David Pocock des ACT forderte, dass die Regierung die notwendige tiefgehende Konsultation durchführte, um sicherzustellen, dass die Politik richtig gestaltet wurde und Investitionen nicht ins Ausland drängten. Er betonte die Notwendigkeit, die souveräne Innovationsfähigkeit und den wirtschaftlichen Nutzen in Australien zu behalten.

Weitere Abgeordnete, darunter Allegra Spender und Monique Ryan, forderten, dass die Regierung die Konsultationen breiter aufstellen müsse, insbesondere mit dem Technologiebereich und Geschäftsinhabern. Sie betonten, dass die Anwendung der Steueränderungen auf den Start-up-Sektor spezifisch kontraproduktiv sein konnte. Sie riefen die Regierung auf, die Balance zwischen Wohlstand und Gerechtigkeit zu finden.

Der Technologierat Australiens äußerte sich zuversichtlich, dass die Regierung die Herausforderungen der Unternehmer verstehe. Er betonte, dass die Wertschöpfung von Frühphasenunternehmen aus Risiko, Talent und Überzeugung bestand und dass die australischen Steuerregelungen dies widerspiegeln mussten. Die Gruppe begrüßte die Möglichkeit, die endgültigen Einstellungen zu prüfen und sicherzustellen, dass die Regelungen den Fluss von Risikokapital und qualifizierten Talenten in frühe australische Unternehmen unterstützten.

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