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Politik

Australien untersucht Anschuldigungen gegen israelische Kräfte

Polizei prüft Vorwürfe von Folter und Vergewaltigung von Aktivisten

Die australische Bundespolizei (AFP) untersuchte Anschuldigungen, wonen israelische Streitkräfte gegen eine Gruppe von Aktivisten verübt hätten. Diese Aktivisten wurden festgenommen, nachdem sie versuchten, humanitäre Hilfe nach Gaza zu transportieren. Die Ermittlungen betrafen Vorwürfe von Vergewaltigung und Folter durch die israelischen Kräfte.

Die Untersuchung erfolgte kurz nach einem Treffen von vier weiblichen Aktivisten, die Teil der Global Sumud-Flottilla waren, mit der australischen Außenministerin Penny Wong und hochrangigen Beamten. Ein Sprecher der israelischen Botschaft erklärte, es existierte keine glaubwürdige Beweislage für die Anschuldigungen und es sei noch keine formelle Beschwerde bei ihnen eingereicht worden.

Zwölf Australier waren unter Hunderten von Aktivisten, die am 18. Mai von den israelischen Kräften festgehalten wurden, nachdem ihre humanitäre Flottilla nach Gaza gestoppt worden war. Nach dem Treffen am Montag äußerte sich eine der Aktivistinnen, Juliet Lamont, dass Wong glaubte, die Gruppe habe die Anschuldigungen gegen die israelischen Kräfte und die Polizei als Grundlage für ein Vorgehen genutzt.

Lamont erklärte gegenüber Journalisten, dass die Gruppe sich verpflichtet habe, eine unabhängige Untersuchung ihrer Behauptungen bezüglich Entführung, Missbrauch, Vergewaltigung und Folter einzuleiten. Die AFP bestätigte, dass sie Untersuchungen zu den von einem Vertreter der Gruppe gemachten Anschuldigungen begonnen hatte und einen auf Opferzentrierung und Trauma-informierter Ansatz verfolgte.

Die Ministerin Wong hatte die Vorwürfe mehrfach an Israel herangetragen und erwartete eine unabhängige und transparente Untersuchung. Ihre Sprecherin betonte, dass Minister Wong die Handlungen der israelischen Behörden und das Verhalten des israelischen Ministers Ben-Gvir verurteilte, dessen Verhalten bereits sanktioniert worden war.

Es herrschte breiter Widerstand, nachdem der israelische Rechtsextremist Itamar Ben-Gvir ein Video veröffentlicht hatte, in dem er Aktivisten zeigte, wie sie mit gefesselten Händen und Füßen kniend wurden. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte später, dass die Handlungen von Ben-Gvir nicht mit den Werten und Normen Israels übereinstimmten. Die israelische Botschaft in Australien behauptete, die Aktivisten seien “professionelle Provokateure” gewesen und ihre Anschuldigungen seien “bereits als falsch bewiesen worden”.

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