Die australische Außenministerin Penny Wong warnte China davor, durch provokative Handlungen bedrängt zu werden, während das Land seine militärische und nukleare Arsenale aufbaute. Die Warnung erfolgte im Kontext jüngster destabilisierender Ereignisse, insbesondere nach dem Test eines nuklear fähigen U-Boot-gesteuerten Raketen in der Südchinesischen See. Wong betonte, dass dieser Test ohne ausreichende Information und Benachrichtigung erfolgte und die Region keine notwendige Transparenz oder Zusicherung bezüglich Chinas militärischer Entwicklung erhielt.
Die Ministerin äußerte ihre Besorgnis über Chinas Verhalten und registrierte weiterhin Bedenken hinsichtlich der destabilisierenden und gefährlichen Aktivitäten von chinesischen Schiffen im Südchinesischen Meer. Sie mahnte die Region an, ihre Sorgen über die Handlungen Chinas gegenüber philippinischen, vietnamesischen, malaysischen und indonesischen Schiffen fortzusetzen. Zudem warnte Wong vor einer möglichen Nutzung des Meerengen Hormus, falls die USA und Iran keinen Waffenstillstand aufrechterhielten.
Die Krise im Nahen Osten eskalierte erneut, was die Ölpreise in drei Wochen um 40 Cent steigerte, da die globalen Ölreserven schrumpften. Die wiederholten schweren Angriffe der Vereinigten Staaten auf den Iran, die den Versuch darstellten, die Meerenge wieder zu öffnen, verstärkten die Lage. Gleichzeitig verkündeten die Houthi in Jemen eine Blockade der saudischen Häfen, was die globale Energieversorgung zusätzlich belastete.
Wong hob die Abhängigkeit Südostasiens von der Meerenge Hormus hervor und beschrieb diese Situation als eine ernste Herausforderung. Sie erklärte, dass die Kosten für Familien und Unternehmen durch die gestiegenen Energiepreise sowie den Druck auf die Lebensmittelproduktion erhöht wurden. Sie betonte, dass die Öffnung der Seewege für die Region von existenzieller Bedeutung war und dass die Hilfe Australiens bei der Schließung von Liefer- und Handelslücken im Konflikt dem gesamten regionalen Nutzen diente.
Die Ministerin betonte abschließend, dass die Güter, die nach Australien als Treibstoff und Düngemittel gelangten, als Nahrungsmittel in die Region zurückkehrten. Dies unterstrich die kritische Verflechtung der regionalen Wirtschaft mit den maritimen Routen und die Notwendigkeit einer stabilen internationalen Ordnung.