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Welt

Australien warnte vor extremen Sommern: Die Dringlichkeit des Klimaschutzes

Präsident Albanese betonte die unmittelbare Bedrohung durch den Klimawandel und die Notwendigkeit schneller Anpassungsmaßnahmen für Inselstaaten

Australien sah sich einer gefährlichen Sommerzeit gegenüber, die Fluten, Zyklone und extreme Hitze umfasste. Anthony Albanese warnte vor dieser Bedrohung, die durch den unmittelbaren Einfluss des Klimawandels und eines steigenden „Super El Niño“ verursacht wurde. Er betonte, dass die Auswirkungen auf pazifische Inselstaaten, wie Tuvalu, die Welt zwangen, die Zielsetzung der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad nicht zu verfehlen.

Albanese erklärte, dass der Klimawandel kein Problem der Zukunft sei, sondern eine gegenwärtige Realität. Er stellte fest, dass der Meeresspiegel im westlichen Pazifik doppelt so schnell stieg wie der globale Durchschnitt. Er mahnte, dass die Prognose des Super El Niño alle herausfordern würde. Die Wissenschaft habe gezeigt, dass die globale Emissionen nicht reduziert wurden, und dass dies genau die beobachteten Ereignisse hervorrief.

Diese Äußerungen folgten einem Besuch einer Delegation von nationalen und globalen Agenturen auf Tuvalu, um die Folgen der Klimakrise an einem der am stärksten gefährdeten Länder zu begutachten. Tuvalu, bestehend aus drei Koralleninseln und sechs Atollen, beherbergte etwa zehntausend Menschen und lag größtenteils weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Die Delegation suchte einen Austausch und forderte eine schnellere Reduzierung der Emissionen sowie finanzielle Unterstützung für die Anpassung der Inselstaaten.

Der Premierminister von Tuvalu, Feleti Teo, betonte die Notwendigkeit schnellerer Zugänge zu globalen Klimafinanzierungen. Er fragte, warum Länder wie Tuvalu zusätzliche Schulden aufnehmen sollten, um sich gegen eine Klimakrise zu schützen, die sie kaum verursacht hatten. Er forderte eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Schutz kleiner Inselstaaten.

Der fidschianische Premierminister Sitiveni Rabuka äußerte die Sorge, dass die Welt kurz davor stehe, das Ziel der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu überschreiten. Er betonte, dass der Übergang weg von fossilen Brennstoffen eine wissenschaftlich fundierte und in der Vereinbarung verankerte Notwendigkeit sei. Australien sah sich Kritik ausgesetzt, da es gleichzeitig neue Kohle- und Gasentwicklungen befürwortete.

Albanese vermittelte mit dem Besuch eine Botschaft, dass der Klimawandel mehr als nur Wissenschaft oder Zielsetzungen sei; er sei eine Angelegenheit der Menschen. Die Besucher sahen zudem ein Projekt zur Landgewinnung, um den Atoll um etwa zwanzig Hektar zu erweitern. Der Direktor für den Klimawandel von Tuvalu projizierte, dass die jährlichen Schadenskosten durch Überschwemmungen und Sturmfluten bis 2050 34 Millionen US-Dollar und bis 2100 63 Millionen US-Dollar – mehr als das BIP Tuvalus – erreichen würden. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam mit Tuvalu zu handeln und zeitnah zu intervenieren.

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