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Drei australische Frauen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt

Verbindungen zur islamistischen Gruppe und Rückkehr aus Syrien im Fokus der Ermittlungen

Drei australische Frauen wurden formell wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, nachdem sie aus Syrien zurückkehrten. Die Verfolgungen betreffen Kawsar Ahmad und ihre Tochter Zeinab Ahmad, die bereits kurz nach ihrer Festnahme am Flughafen Melbourne vor Gericht erscheinen müssen. Zusätzlich stand Abbas mit vier Anklagen im Zusammenhang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht, wobei die Polizei den Verdacht äußert, dass sie 2014 nach Syrien reiste und eine weibliche Sklavin in ihrem Haushalt hielt.

Janai Safar, 32 Jahre alt, wurde ebenfalls angeklagt, weil sie angeblich in einer Konfliktzone eingetreten und der islamistischen Gruppe beigetreten sei. Die Ermittlungen gegen Safar umfassen zudem die Anklage wegen ihrer Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Diese Straftaten sind mit einer Höchststrafe von zehn Jahren Haft verbunden.

Die australische Bundespolizei (AFP) betreibt eine umfassende Untersuchung, die alle Australier betrifft, die in deklarierte Konfliktgebiete gereist sind. Es wird geprüft, ob Personen, die mutmaßlich kriminelle Verbrechen begangen haben, vor Gericht gestellt werden. Diese Untersuchung bleibt eine aktive Ermittlung hinsichtlich sehr schwerwiegender Vorwürfe.

Die drei festgenommenen Frauen gehörten zu einer größeren Gruppe von vier weiteren Frauen und neun Kindern, die am Donnerstag in Australien eintrafen. Diese Gruppe bildete Teil einer Kohorte von 34 australischen Frauen und Kindern, die seit 2019 im al-Roj-Lager in Syrien lebten. Die Rückkehr in Australien wurde von der Regierung unter bestimmten Umständen verweigert, was zu chaotischen Szenen am Flughafen führte.

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