Der australische Radiomagnat Kyle Sandilands erhielt eine Abfindung in Höhe von 12,09 Millionen australischen Dollar. Diese Summe resultierte aus einer Einigung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, der seinen zehnjährigen Vertrag vorzeitig beendete. Sandilands klagte gegen ARN Media wegen unwirksamer Kündigung und forderte eine Gesamtsumme von 85 Millionen Dollar.
Der Konflikt entzündete sich, als Sandilands im März die Sendung „Kyle and Jackie O Show“ bei KIIS FM verließ. Die Trennung erfolgte nach einem hitzigen Streit mit seinem Co-Moderator Jackie Henderson, welche Sandilands als Mobbing empfand. Er wirft der Co-Moderatorin vor, ihre Arbeitsleistung vernachlässigt zu haben. Sandilands behauptete, ihre jüngste Neigung zu Astrologie und Horoskopen habe ihre Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Aufgaben beeinträchtigt.
ARN Media, das Sandilands für schweres Fehlverhalten anklagte, teilte mit, dass die Einigung die vollständige und endgültige Beilegung aller Ansprüche und Gegenanwände zwischen den Parteien bereitstellte. Als Teil der Vereinbarung durfte Sandilands bis zum nächsten März keine Tätigkeit für Wettbewerber von ARN ausüben. Die Medienfirma gewährte ihm zudem eine Lizenz, um einen Anteil von 19,9 Prozent an seinem nächsten Vorhaben für drei Jahre zu erhalten.
Parallel dazu reichte Henderson gegen ARN Media Klage ein, nachdem ihr zehnjähriger Vertrag aufgelöst worden war. Es war bekannt, dass ihre gerichtliche Verfolgung fortgesetzt wurde. Henderson, die über etwa siebenundzwanzig Jahre mit Sandilands zusammengearbeitet hatte, nahm nach dem Zusammenprall der beiden Moderatoren eine Auszeit. ARN verkündete, dass sie mit Sandilands nicht zusammenarbeiten könne, und die Sendung wurde eingestellt.
Nach der Einstellung der Sendung berichteten lokale Medien, dass Mitarbeiter bei ARN die Beendigung der Show feierten. Die hohen Verträge für die Stars hatten dazu geführt, dass andere erfahrene Mitarbeiter entlassen wurden. Beobachter deuteten zudem auf einen gescheiterten Versuch hin, die Sendung von Sydney nach Melbourne auszudehnen, als möglichen Grund für die Beendigung der Produktion an.