Die Welt der Automobilhersteller sah sich einer tiefgreifenden Herausforderung gegenüber. Westliche und japanische Marken verloren an Boden gegenüber chinesischen Konkurrenten, die nicht nur bei Elektrofahrzeugen, sondern auch bei Batterien, Design und Software die Führung übernahmen. Bei Besuchen in chinesischen Fabriken wurde die hohe Automatisierung und die Geschwindigkeit der Softwareentwicklung deutlich, was die westlichen Unternehmen in eine existenzielle Auseinandersetzung stürzte.
Chinesische Unternehmen setzten neue Maßstäbe in der Produktion. Tech-Giganten wie Xiaomi, Huawei und Alibaba entwickelten Elektrofahrzeuge und integrierten damit Konsumententechnologie in die Automobilindustrie. Die interne Konkurrenz innerhalb Chinas beschleunigte die Innovation, da die Hersteller nicht mehr nur mit dem Westen, sondern miteinander konkurrierten. Die Strategie bestand darin, Fahrzeuge mit digitalen Systemen zu verbinden, was den chinesischen Herstellern einen entscheidenden Vorteil verschaffte.
Der Vorsprung Chinas ging über die Fahrzeuge hinaus. China exportierte in über dreihundertfünfzehn Produktkategorien, wobei viele davon mit den Lieferketten für Elektrofahrzeuge verbunden waren. Die Internationale Energieagentur schätzte, dass die Herstellung eines kleinen Elektro-SUV in China mindestens dreißig Prozent günstiger war als in fortschrittlicheren Volkswirtschaften, bedingt durch niedrigere Batteriepreise und effizientere Lieferketten. Diese Vorteile wurden durch staatliche Unterstützung aufgebaut, welche die Unternehmen zur schnellen Expansion und zur Senkung der Preise veranlasste.
Die Partnerschaften änderten sich grundlegend. Nachdem jahrzehntelang Joint Ventures mit chinesischen Partnern zur Fahrzeugproduktion geschlossen wurden, veränderten die westlichen Hersteller nun die Natur dieser Kooperationen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Volkswagen zahlte beispielsweise siebenhundert Millionen Dollar für den Zugang zur Softwarearchitektur von XPeng, um seine nächste Generation von Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Toyota, Hyundai, Ford und Nissan erweiterten zudem ihre Forschungsaktivitäten in China oder prüften die Produktion chinesisch gestalteter Fahrzeuge in ausländischen Werken.
Dennoch zeigte sich, dass nicht jede Strategie erfolgreich war. Einige Hersteller erlitten erhebliche Verluste, beispielsweise verzeichneten General Motors Milliardenverluste aus seinen chinesischen Geschäftsbereichen. Die Wachstumsraten im chinesischen Markt verlangsamten sich, da Überkapazitäten und ein intensiver Preiswettbewerb die Gewinne in der gesamten Branche drückten. Experten warnten davor, dass die Verlagerung der Fertigungszentren in Südostasien und Europa negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze und lokale Volkswirtschaften haben würde. Die Industrie erkannte, dass die zentrale Achse der globalen Automobilindustrie bereits verschoben war, und nur jene Unternehmen, die bereit waren, zu kooperieren, eine Chance hatten, dem Aufstieg Chinas entgegenzuwirken.