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Wirtschaft

Bank of England verbot Kohle-Anleihen bei Krediten

Zentralbank signalisierte strengere Regulierung im Zuge des Klimawandels

Die Bank of England verbot den erneuten Erwerb von Anleihen, die mit der Kohle in Verbindung standen, für wichtige Kreditarrangements. Diese Entscheidung markierte einen klaren Schritt zur Regulierung der thermischen Kohle, einer der umweltschädlichsten Industrien der Welt. Das Verbot trat im Oktober in Kraft und stellte eine neue Maßnahme gegen fossile Brennstoffe dar, die in Kraftwerken zur Stromerzeugung verbrannt wurden und lange Zeit Ziel grüner Politikaktivisten waren.

Die neue Politik der Zentralbank besagte, dass Anleihen, die mit thermischer Kohle verbunden waren, für die Bilanz der Bank zu riskant seien. Die Bank argumentierte, dass ein internationaler Wandel weg von schmutzigen fossilen Brennstoffen hin zu grüner Energie den Wert solcher Vermögenswerte vernichten könnte. Dies sendete ein starkes Signal an den Markt und an die Finanzwelt insgesamt.

Früher im Sommer hatte die Bank of England diskret angekündigt, dass kommerzielle Banken Anleihen, die mit thermischer Kohle verbunden waren, nicht mehr als Sicherheit für Kredite von der Zentralbank verwenden durften. Diese Anleihen dienten als Garantien, sodass die Zentralbank die Banken bei Nichtzahlung ihrer Darlehen festhalten konnte.

Etwa hundertfünfzig der weltweit größten Finanzunternehmen hatten bereits Einschränkungen in Bezug auf ihre Geschäftsbeziehungen zur thermischen Kohleindustrie, wie Berichte des Nichtregierungsorganisationsverbands Reclaim Finance im September veröffentlichten. Die Aktivisten hofften nun, dass die neue Regelung die kommerziellen Banken zwang, Vermögenswerte, die mit dieser stark belastenden Ressource verbunden waren, aus ihren Bilanzstelseiten zu entfernen.

Die Bank of England erklärte in ihrer Richtlinienerklärung, dass thermische Kohleunternehmen „den potenziellen finanziellen Risiken ausgesetzt seien, die mit der Anpassung der Wirtschaft an das Netto-Null-Ziel verbunden sind“. Zudem versprach die Bank, den Wert von Anleihen in anderen relevanten Sektoren zu mindern, um die Bank vor finanziellen Risiken zu schützen. Diese Maßnahme war strenger als die von vielen westlichen Gegenstücken, wie der Europäischen Zentralbank.

Die Wirksamkeit der Politik hing jedoch von ihrer genauen Ausgestaltung ab. Experten betonten, dass noch nicht geklärt war, wie die Bank die Abschläge für Klimarisiken berechnen würde. Es wurde gefordert, dass die Ausschlüsse über die thermische Kohle hinausgehen und alle „dauerhaft schädlichen“ Tätigkeiten abdecken sollten, einschließlich jeglicher fossilen Brennstoffexpansion oder Entwaldung. Die Möglichkeit, die Bank weiter voranzubringen, blieb offen.

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