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Politik

Barney Frank, Pionier der LGBT-Rechte, starb im Alter von 86 Jahren

Ein Vermächtnis für Bürgerrechte und Finanzregulierung

Der ehemalige US-Kongressabgeordnete Barney Frank, einer der ersten offen schwulen Kongressabgeordneten der Vereinigten Staaten, verstarb am Dienstagabend. Er verstarb im Alter von 86 Jahren, wie Berichten der US-Medien gemeldet wurde. Frank vertrat Süd-Massachusetts im Repräsentantenhaus über drei Jahrzehnte. Er lebte seit April in Hospizpflege an seinem Wohnsitz in Maine.

Frank wurde als Wegbereiter für die Rechte der LGBT-Gemeinschaft in Erinnerung behalten. Er war der erste Mitglied des Kongresses, der eine gleichgeschlechtliche Ehe eingeging. Darüber hinaus leistete er einen bedeutenden Beitrag zur Überarbeitung der Finanzvorschriften nach der Finanzkrise von 2008. Er war ein wichtiger Architekt des Dodd-Frank-Gesetzes, das teilweise nach ihm und Senator Chris Dodd benannt wurde. Dieses Gesetz schuf neue Aufsichtsbehörden und verschärfte die Beschränkungen für Banken infolge der Subprime-Hypothekenkrise, welche die Große Rezession von 2008 auslöste.

Auf dem Kapitol stand Frank als entschiedener Befürworter der Abschaffung der „Fragen Sie nicht, sagen Sie nicht“-Politik. Diese Regelung verhinderte, dass militärische Angehörige der LGBT-Gemeinschaft offen dienen durften. Er kämpfte auch für Gesetze, die letztlich scheiterten, welche die Diskriminierung am Arbeitsplatz gegen LGBT-Arbeiter verbieten sollten.

Jim Segel, Franks ehemaliger Wahlkampfmanager, betonte Franks Einfluss auf die Bürgerrechte und die Rechte der schwulen und lesbischen Gemeinschaften. Er erklärte, Frank habe die Nation dabei geholfen, die Finanzkrise von 2008 zu überstehen, welche die bedeutendste Rezession und Depression seit 1930 darstellte. Frank hinterließ somit ein tiefgreifendes Vermächtnis in der politischen und finanziellen Landschaft der Vereinigten Staaten.

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