Die BBC erhielt einen seltenen Zugang zu dem Teil des südlichen Libanons, der von Israel besetzt war. Dieser Zugang erfolgte im Rahmen eines humanitären Konvois des Ordens von Malta, der Hilfe an christliche Dörfer verteilte, welche durch den Krieg isoliert waren. Die Mission fand am Donnerstag statt, einen Tag vor der Ankündigung einer neuen Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der schiitischen muslimischen bewaffneten Gruppe Hisbollah.
Das Team beobachtete die israelische Militärpräsenz, durfte jedoch nicht viel von der Reise filmt. Israel erklärte, es habe keine Absicht, seine Truppen aus dem Libanon abzuziehen. Stattdessen plante das Land die Einrichtung einer Sicherheitszone entlang der Grenze, die frei von der Hisbollah wäre, um seine nördlichen Gemeinschaften vor Raketen und Drohnen der Gruppe zu schützen.
In den besetzten Gebieten wurden hauptsächlich schiitische Dörfer durch israelische Luftangriffe oder Abrisse vollständig zerstört. Menschenrechtsorganisationen äußerten, dass einige dieser Ereignisse die vorsätzliche Zerstörung ziviler Infrastruktur darstellten, was ein mögliches Kriegsverbrechen sei.
Der Berichterstatter Hugo Bachega und die Videojournalistin Neha Sharma berichteten aus dem südlichen Libanon. Weitere Berichterstattung lieferten Samantha Granville und Angie Mrad.