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Wirtschaft

Wissenschaftliche Analyse: Beitritt zur Zollunion behebt Brexit-Schäden nicht

Forschungsergebnisse zeigen, dass die Verluste durch das Verlassen des Binnenmarktes den grössten Schaden verursachten.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass eine Wiederaufnahme der Zollunion die durch den Brexit verursachten Schäden nicht beheben konnte. Die Forschungsergebnisse, die den Experten des Zentrums für Europäische Reformen John Springford und Anton Spisak bereitstellten, belegten, dass der britische Export in die Europäische Union um zwölf Prozent zurückging. Eine Wiederanbindung an die Zollunion würde nur einen Bruchteil dieses Schadens korrigieren.

Die Ökonomen stellten fest, dass die Mehrheit der Exportverluste – zehn Prozent der gesamten zwölf Prozent Abnahme – durch das Verlassen des Binnenmarktes verursacht wurde. Die regulatorischen Kosten, welche durch den Brexit entstanden, wie neue Zertifizierungsverfahren und Kontrollen zur Einhaltung der EU-Standards, wirkten auf den Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU wesentlich stärker als die Zollbarrieren allein. Die am stärksten betroffenen Sektoren waren der Tourismus, die Finanz- und Versicherungswirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Agrar- und Lebensmittelproduktion.

Die Schätzung der verlorenen Dienstleistungsexporte überschritt frühere Forschungsergebnisse, da die Autoren eine signifikante Zunahme des Dienstleistungsverkehrs innerhalb der EU berücksichtigten, die das Vereinigte Königreich durch die Covid-Pandemie verpasste. Die Analyse zeigte, dass die Wiederherstellung dieser Verluste eine Reintegration in die EU-Wirtschaft über einen Binnenmarkt erforderte, sei es in Waren oder in einer vollständigen Mitgliedschaft.

Ein Beitritt zur Zollunion bot den britischen Unternehmen zwar die Eliminierung des Bedarfs, komplexe Ursprungsregeln für zollfreie Handelsabkommen erfüllen zu müssen. Dennoch bot die Zollunion keinen Vorteil für den stark betroffenen Dienstleistungssektor. Zudem verlor das Vereinigte Königreich die Möglichkeit, Handelsabkommen mit Nicht-EU-Ländern zu verfolgen, da die Mitglieder der Zollunion EU-Zölle anwenden mussten.

Die radikalere Massnahme, den Binnenmarkt wieder anzuschliessen, erforderte jedoch risikoreiche politische Kompromisse. Dies umfasste die Akzeptanz der Personenfreizügigkeit, die Zahlung von Beiträgen in das EU-Budget und die Einhaltung europäischer Regeln, in denen das Vereinigte Königreich keine Mitsprache hatte. Die überwiegende Mehrheit der geschätzten Handelsauswirkungen resultierte aus dem Verlassen des Binnenmarktes, und die Wiederherstellung dieser Verluste erforderte eine schwierige politische Entscheidung, welche die britische Souveränität in Bezug auf europäische Regelungen betraf.

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