Belgien kämpfte am Montag gegen ein massives Waldbrandgebiet. Der Brand, der seit Freitag Nachmittag tobte, verzehrte über 3.000 Hektar Land. Provisorische Zahlen zeigten die enorme Ausdehnung des Feuers. Das Feuer zog am Wochenende näher an die deutsche Grenze heran und führte zur vorsorglichen Evakuierung von Teilen der Stadt Monschau.
Als Reaktion auf die Lage entsandte die Europäische Kommission Unterstützung für Belgien und Spanien im Rahmen des zivilen Schutzmechanismus. Zwei Schwedische Flugzeuge aus der Feuerwehreinheit der Union wurden nach Belgien geschickt. Hinzu kamen zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, Norwegen und Deutschland. In Spanien nahmen 104 Bodenfeuerwehrleute und 36 Fahrzeuge aus Frankreich an den lokalen Kampf gegen verschiedene Brände teil.
Die Brandausbreitung verlangsamte sich am Montagmorgen dank günstigerer Winde und Niederschlag. Die Wetterbehörde prognostizierte Regen in den Hochfens, was die Feuchtigkeit erhöhte und die Brandlast minderte. Die lokalen Behörden berichteten, dass die Lage dank dieser Wetterbedingungen begrenzt blieb.
Parallel dazu erlebte Frankreich eine politische Kontroverse. Der französische Premierminister Sébastien Lecornu wurde bei seiner Ankunft in Le Porge, einer stark betroffenen Region, von lokalen Anwohnern verpönt. Kritiker bemängelten, dass die Behörden die Schutzmaßnahmen für wohlhabende Gebiete über die Sicherheit der lokalen Bevölkerung stellten. Lecornu verteidigte die Entscheidungen als dezentralisiert und wies Spekulationen über Verschwörungstheorien zurück.
Die europäischen Brände zeigten die globale Bedrohung durch den Klimawandel. In Griechenland verstarben zwei Menschen bei einem Waldbrand auf der Insel Salamis, und die Rettungsmaßnahmen erforderten die Evakuierung von fast 600 Personen. Auch in Portugal und Kroatien verzeichneten die Feuer große Verluste. Die Ereignisse unterstrichen, dass menschlich verursachte Klimabruchbedingungen häufigere und verheerendere Katastrophen, von Hitzewellen bis zu Waldbränden, weltweit verursachten.