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Wirtschaft

Besitzer eines Sterne-Restaurants in Südkorea wegen Insektendessert verurteilt

Anklage wegen Verstoßes gegen Lebensmittelgesetze

Der Besitzer eines in Südkorea ausgezeichneten Restaurants, das zwei Michelin-Sterne besaß, stand vor Gericht. Er wurde wegen der Zubereitung eines Desserts, das mit Ameisen belegt war, angeklagt. Die Ameisen galten als Insektenart, deren Verzehr nach dem lokalen Lebensmittelrecht nicht zugelassen war.

Die Staatsanwaltschaft beantragte bei Gericht eine Freiheitsstrafe von einem Jahr für den Besitzer sowie eine Geldstrafe in Höhe von 20 Millionen Won für das Unternehmen. Die Anklage stützte sich auf Verstöße gegen das Lebensmittelhygienegesetz des Landes.

Die Ermittlungen der Gesundheitsbehörde begannen nicht durch eine routinemäßige Inspektion. Stattdessen lösten Blogbeiträge und Beiträge in sozialen Medien den Verdacht aus, als dass die Ameisen in den Speisen verwendet wurden. Das Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit untersuchte den Vorfall eingehend.

Nach den Gesetzen Südkoreas durften lediglich zehn Insektenarten, darunter Grashüpfer, Mehlwürmer und Seidenspinnentiere, als Lebensmittelzutaten verwendet werden. Ameisen gehörten nicht zu dieser genehmigten Liste. Unternehmen, die nicht zugelassene Insekten einsetzen wollten, mussten zunächst eine vorübergehende Genehmigung einholen. Das Restaurant hatte diesen Prozess nicht befolgt.

Die Staatsanwaltschaft behauptete, das Restaurant habe getrocknete Ameisen aus den Vereinigten Staaten und Thailand seit dem Jahr 2021 importiert und diese über vier Jahre hinweg auf Speisen serviert. Es wurde geschätzt, dass insgesamt etwa 49.000 Ameisen verwendet worden waren. Die Gesamteinnahmen aus dem Verkauf des mit Ameisen belegten Desserts beliefen sich auf rund 120 Millionen Won.

Der Restaurantbesitzer bestritt diese Zahlen vor Gericht. Er argumentierte, dass nur etwa sechzig Prozent der Gäste die Ameisenbeilage annahmen. Er wies zudem darauf hin, dass nur eine geringe Anzahl von Gerichten auf der fünfzeigängigen Speisekarte Ameisen enthielt. Es wurde auch erwähnt, dass Restaurants in Ländern wie Dänemark, dem Vereinigten Königreich und Australien Ameisen als Zutat nutzten.

Es wurde den Staatsanwälten erklärt, dass der Küchenchef die Ameisen zur Erhöhung der Säure in Gerichten während seiner Tätigkeit in den Vereinigten Staaten und Europa eingesetzt hatte. Er erkannte jedoch nicht an, dass diese Praxis in Südkorea illegal war. Die Verurteilung des Besitzers war für den 2. September angesetzt.

SüdkoreaLebensmittelrechtStrafrechtGastronomie

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